Die Comebacks nach Corona
31.08.2020 Martin Weiß

AKTIONÄR-Depot: Biocryst überrascht gleich doppelt – Aktie gewinnt 11 Prozent

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BioCryst Pharmaceuticals

Die Corona-Pandemie kennt an der Börse viele Gewinner und mit der Aktie der kleinen Biotechfirma Biocryst setzt DER AKTIONÄR in seinem Musterdepot auf die Entwicklung eines Medikamentenwirkstoffs zur Behandlung von Covid-19-Patienten. Am Montag nimmt Biocryst kräftig Fahrt auf – aus gutem Grund.

Heiße Spekulation

Biocryst hält mit Galidesivir einen Wirkstoff im Portfolio, der, wenn alles klappt, Remdesivir von Gilead Sciences das Wasser bei der Behandlung von an Covid-19 erkrankten Personen abgraben könnte. Die Vorteile von Galidesivir liegen unter anderem in der flexiblen Verabreichung des Wirkstoffs u.a. auch in Form einer Tablette, und in der längeren Nachweisbarkeit des Wirkstoffs im Körper. Auch soll Galidesivir generell besser verträglich sein als Remdesivir.

US-Gesundheitsbehörde bewilligt Fördermittel

Um die Wirksamkeit von Galidesivir nachzuweisen, hat Biocryst vor Monaten mit einer klinischen Studie in Brasilien, einem Corona-Hotspot, begonnen. Die Ergebnisse der Studie sollen Ende des dritten Quartals veröffentlicht werden. Am Montag meldete das Unternehmen nun, dass das National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID) 44 Millionen Dollar bereitstellt, um die Studien zu beschleunigen.

Aktie steigt zweistellig

An der Börse sorgt die Nachricht für einen Kursschub und Biocryst marschiert um 11 Prozent in die Höhe auf 4,40 Dollar. Zusätzliche Impulse erhält die kleine Biotechfirma aus einer Mitteilung, dass die FDA der Firma für BCX9930 den Orphan Drug Status (ODS) bewilligt hat. Der Wirkstoff kommt bei einer seltenen Autoimmunerkrankung zum Einsatz. Der ODS verschafft Unternehmen verschiedene Vorteile, darunter steuerliche und solche bei der Laufzeit von Patenten.

BioCryst Pharmaceuticals (WKN: 896047)

Bei Biocryst kommt die Spekulation langsam ins Laufen und risikofreudige Anleger können auch auf dem höheren Niveau noch einsteigen. Meldet die Firma Ende September die erhofften positiven Studiendaten – die Bewilligung der Fördermillionen gibt einen Hinweis, dass die Erprobung vielversprechend verläuft – dürfte die Aktie deutlich höher notieren.

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "AKTIONÄR Depot" von DER AKTIONÄR.


Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Biocryst.