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Volkswagen: HV‑Rundumschlag gegen Konzernchef Blume

Volkswagen: HV‑Rundumschlag gegen Konzernchef Blume
Foto: Sven Hoppe/picture alliance/dpa
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Michael Herrmann Heute, 20:11 Michael Herrmann

Auf der Hauptversammlung von Volkswagen hat Konzernchef Oliver Blume erneut deutlichen Gegenwind bekommen. Im Mittelpunkt standen die schwache operative Entwicklung, enttäuschte Renditen und Zweifel an der Sanierung des Konzerns. Der Tenor: Die bisherigen Maßnahmen reichen nicht aus, um Volkswagen wieder auf Kurs zu bringen.

Das Wichtigste kurz und knapp

• Investoren werfen Volkswagen schwache Ergebnisse, zu geringe Renditen und unzureichende Sparmaßnahmen vor.

• Konzernchef Oliver Blume will den Umbau beschleunigen, Stellen streichen und Kapazitäten weiter abbauen.

• Die Lage bleibt schwierig, positive Impulse fehlen, Anleger meiden die Aktie weiter.

Besonders scharf fiel die Kritik am Gewinneinbruch im vergangenen Jahr aus. Vertreter mehrerer Fondsgesellschaften sprachen von einem klaren Alarmsignal. Die schwache Ergebnisentwicklung sei kein Ausrutscher, sondern Ausdruck struktureller Probleme bei Führung, Kontrolle und Effizienz. Auch die Dividende wurde als viel zu niedrig kritisiert. Aus Sicht der Investoren bleibt Volkswagen damit eine Baustelle, bei der tiefgreifende Veränderungen überfällig sind.

Blume verteidigte auf dem virtuellen Aktionärstreffen seinen Kurs, räumte aber zugleich ein, dass die Lage angespannt sei. Die Rahmenbedingungen in der Autoindustrie hätten sich 2026 weiter verschärft, sagte der VW-Chef. Deshalb müsse der Konzern das Transformationstempo erhöhen. Mit dem angekündigten Zielbild 2030 soll Volkswagen neu aufgestellt werden. Die angestrebte Umsatzrendite liegt dann bei acht bis zehn Prozent.

Zugleich machte Blume deutlich, dass der Umbau noch lange nicht abgeschlossen ist. Volkswagen will weiter Stellen abbauen, Kapazitäten reduzieren und die Kostenbasis deutlich verbessern. Bis 2030 sollen in Europa und China jeweils Hunderttausende Fahrzeuge an Produktionskapazität wegfallen. Finanzvorstand Arno Antlitz verwies dabei auch auf den zunehmenden Wettbewerbsdruck aus China.

Für zusätzliche Diskussionen sorgten Personalien im Aufsichtsrat sowie die erneute Abstimmung über Vergleiche im Zusammenhang mit dem Diesel-Skandal.

Volkswagen Vz. (WKN: 766403)

Auf der Hauptversammlung wurde einmal mehr deutlich, wie schwierig die Lage bei Volkswagen ist. Der Konzern steht operativ, strategisch und strukturell unter Druck. Zwar kündigt Blume weitere Schritte beim Umbau an, doch am Kapitalmarkt überwiegt weiter die Skepsis. Anleger lassen nach wie vor die Finger von der Aktie bis es wieder positivere Signale gibt.

FAQs

Was sind aktuell die größten Herausforderungen für Volkswagen?

Vor allem hoher Kostendruck, schwache Margen, Überkapazitäten und der harte Wettbewerb im Elektroauto-Markt.

Welche Ziele verfolgt Volkswagen bis 2030?

Der Konzern will profitabler werden, seine Kosten senken und sich als attraktiver globaler Autohersteller neu aufstellen.

Warum steht die Volkswagen-Aktie derzeit unter Druck?

Anleger sorgen sich um die operative Entwicklung, die Profitabilität und den Erfolg des laufenden Konzernumbaus.

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Volkswagen Vz..

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