08.04.2020 Marion Schlegel

Tesla: Nach Produktionsstopp - das kommt jetzt

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Tesla

Der US-Elektroautobauer Tesla will in den USA wegen der pausierten Produktion spürbar bei der Vergütung der Arbeitnehmer sparen. Für Mitarbeiter im Management sollen die Einschnitte bis zu 30 Prozent betragen, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch unter Berufung auf von ihr eingesehene interne Dokumente berichtete. Mitarbeiter, die weder in kritische Funktionen eingeteilt wurden, noch von Zuhause arbeiten können, werden demnach beurlaubt und erhalten keine Arbeitsvergütung. Ihre Krankenversicherungszulagen sollen ihnen aber erhalten bleiben. Tesla wollte den Bericht auf Nachfrage nicht kommentieren.

Ein Instrument wie das in Deutschland und anderen Teilen Europas bekannte Kurzarbeitergeld gab es in den USA nicht, mit den Konjunkturhilfen der US-Regierung wurde die bislang begrenzte Arbeitslosenhilfe aber ausgeweitet. Nun soll es Arbeitgebern auch möglich sein, Angestellte für bis zu vier Monate zu beurlauben anstatt sie zu entlassen.

Tesla (WKN: A1CX3T)

Tesla hatte im Hauptwerk in Fremont in Kalifornien wegen des Coronavirus erst nach tagelangen Diskussionen mit Gesetzesvertretern die Produktion ab 23. März angehalten. In dem Werk arbeiten rund 10.000 Beschäftigte. Für den Konzern ist die Zwangspause ein herber Rückschlag. Tesla will seine Offensive im Massenmarkt mit dem neuen Kompakt-SUV Model Y forcieren und muss dafür eigentlich rasch die Produktion in Fremont hochfahren.

Das Analysehaus Jefferies hat Tesla vor Kurzem von "Hold" auf "Buy" hochgestuft, das Kursziel allerdings von 800 auf 650 Dollar gesenkt. Der Elektrofahrzeug-Hersteller führe den Wandel in der Automobilindustrie an und werde nach der Corona-Krise von einer noch höheren Nachfrage profitieren, schrieb Analyst Philippe Houchois in seiner jüngsten Studie.

Seit dem Allzeithoch das Anfang Februar bei 968,99 Dollar markiert wurde, hat die Aktie von Tesla mittlerweile deutlich korrigiert. Zuletzt konnte sich das Papier aber stabilisieren. Eine große Analyse sowie eine aktuelle Einschätzung zur Tesla-Aktie lesen Sie in der neuen Ausgabe 16/2020 des AKTIONÄR, die Sie hier herunterladen können.

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Hinweis auf mögliche Interessenkonflikte: Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Tesla.

(Mit Material von dpa-AFX)

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