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Porsche AG: Größter deutscher Börsengang nach der Deutschen Telekom – heute geht es los

Porsche AG: Größter deutscher Börsengang nach der Deutschen Telekom – heute geht es los
Foto: Porsche
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Marion Schlegel 29.09.2022, 07:27 Marion Schlegel

Im Fokus steht am heutigen Donnerstag die Erstnotiz des Sportwagenbauers Porsche AG, der zum größten deutschen Börsengang seit der Telekom im Jahr 1996 wird. Der Ausgabepreis je Vorzugsaktie wurde mit 82,50 Euro am oberen Ende der vorab ausgegebenen Spanne festgelegt. An an der Frankfurter Börse soll dann am Vormittag der erste Handelspreis verkündet werden.

Der Ausgabepreis je Vorzugsaktie wurde am Mittwoch mit 82,50 Euro festgelegt und lag damit am oberen Ende der vorab ausgegebenen Spanne von 76,50 bis 82,50 Euro je Wertpapier. Damit war angesichts der hohen Nachfrage von Seiten der Anleger bereits gerechnet worden. Insgesamt werden knapp 114 Millionen Vorzugsaktien platziert. Darin enthalten sind rund 15 Millionen Aktien für Mehrzuteilungen.

"Wir freuen uns sehr, dass wir einen erfolgreichen Börsengang der Porsche AG durchführen konnten", sagte VW-Finanzchef Arno Antlitz. Die hohe Nachfrage zeige das Vertrauen der Investoren in Porsche. Der Sportwagenbauer profitiere nun von mehr Agilität und unternehmerischer Eigenständigkeit. Volkswagen verschafften die Erlöse aus dem Börsengang mehr finanzielle Flexibilität bei der Transformation Richtung Elektromobilität und Digitalisierung.

Insgesamt gibt es – angelehnt an Porsches wohl bekanntestes Modell – 911 Millionen einzelne Wertpapiere. Das bedeutet bezogen auf den Ausgabepreis eine Marktkapitalisierung von rund 75 Milliarden Euro. Das Grundkapital war in Vorbereitung auf den Börsengang je zur Hälfte in stimmberechtigte Stammaktien und stimmrechtslose Vorzugsaktien aufgeteilt worden. Ein Viertel der Vorzugsaktien – also 114 Millionen Papiere - kann nun unter dem Tickersymbol "P911" gehandelt werden.

Dazu erhält die Dachgesellschaft Porsche SE (PSE) 25 Prozent plus eine Aktie der Stämme für einen Kaufpreis von 88,69 Euro. Die von den Familien Porsche und Piëch kontrollierte PSE bekommt damit eine Sperrminorität und damit Einfluss auf wichtige Entscheidungen. Insgesamt fließen durch den Deal nochmal 10,1 Milliarden Euro in die Kassen der Volkswagen AG. Den Großteil des Kaufpreises will die PSE mit Fremdkapital finanzieren.

DER AKTIONÄR hatte im Vorfeld dazu geraten, Aktien der Porsche AG zu zeichen. Im Tagesverlauf wird DER AKTIONÄR über den Handelsstart der Porsche AG sowie über die Reaktionen der Aktien von Porsche SE und Volkswagen berichten.

Hinweis auf Interessenkonflikte: Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Porsche SE und Volkswagen.

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