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GE Vernova: Fink warnt vor Strommangel – Aktie jetzt eine Chance?

GE Vernova: Fink warnt vor Strommangel – Aktie jetzt eine Chance?
Foto: Brendan McDermid/Reuters
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Ingo Nix Heute, 09:20 ‧ Ingo Nix
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BlackRock-Chef Larry Fink sieht im KI-Boom keine Blase, sondern Mangel – an Fachkräften, Strom, Chips und Speicher. Beim Strom sitzt GE Vernova an der Quelle: Gasturbinen, Netztechnik, Transformatoren. Die Aktie notiert trotzdem 24 Prozent unter ihrem Rekordhoch, acht Tage vor den Zahlen zum dritten Quartal.

Fink dreht die Debatte um: Die Nachfrage nach Rechenleistung wachse schneller als das Angebot. Seine Sorge gilt nicht einer Blase, sondern der Umsetzung. Er fürchtet, dass die USA die Chance im KI-Wettlauf nicht nutzen, weil die Lieferkette klemmt – von den Arbeitern an der Basis bis zum modernsten Chip. Den Strom hatte er schon im Sommer als größten Engpass bezeichnet. Genau dort verdient GE Vernova. Ein Rechenzentrum ohne Netzanschluss ist eine leere Halle. Wer heute eine große Gasturbine bestellt, wartet Jahre. 

GE Vernova: Wie groß ist der Auftragsbestand?

Im zweiten Quartal stieg der Auftragseingang organisch um 88 Prozent auf 24,2 Milliarden Dollar, der Umsatz um 22 Prozent auf 11,1 Milliarden Dollar. Der Auftragsbestand erreichte 176 Milliarden Dollar – fast das Vierfache des für 2026 angepeilten Umsatzes von 45,5 bis 46,5 Milliarden Dollar. Bei Gasturbinen sind 116 Gigawatt fest bestellt oder per Lieferplatz reserviert, bis Jahresende sollen es mindestens 125 Gigawatt sein. In der Netzsparte liegen die Aufträge von Rechenzentren schon bei mehr als fünf Milliarden Dollar, mehr als doppelt so viel wie im ganzen Jahr 2025.

Der Auftragsbestand ist zunächst nur ein Versprechen, das erst gebaut werden muss – mit Personal und Fabrikkapazität, die ebenfalls knapp sind. GE Vernova nennt die Gewinnung qualifizierter Mitarbeiter selbst als Risiko. 

GE Vernova (WKN: A404PC)

Die Aktie schloss am Montag bei 908 Dollar, ein Tagesminus von 1,39 Prozent. Damit liegt sie 2,84 Prozent unter der 200-Tage-Linie bei 935 Dollar. Der erste Widerstand ist die fallende Trendlinie seit dem Rekordhoch, sie verläuft derzeit bei rund 1.010 Dollar. Unterstützung bietet die leicht steigende Trendlinie seit dem Apriltief, die mit der Zone um 900 Dollar zusammenfällt. Fällt der Kurs unter 900 Dollar, rücken die Septembertiefs um 870 Dollar in den Blick.

Ob die Bestellungen weiter steigen und wie schnell GE Vernova liefern kann, werden die Zahlen zum dritten Quartal am 28. Oktober vor US-Börsenstart zeigen. 

GE Vernova bleibt ein Kerninvestment im Energiesektor und eine laufende Empfehlung des AKTIONÄRS.

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