02.10.2019 Michel Doepke

Ballard Power: Unter Strom – neues, spannendes Projekt!

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Ballard Power
Trendthema

Brennstoffzellenmodule von Ballard Power sollen in Zukunft das weltweit erste emissionsfreie Kanalschubboot ELEKTRA in Deutschland antreiben. Die Kanadier planen, mit dem Logistik-Dienstleister BEHALA und anderen Konsortialpartnern zusammenzuarbeiten, um das Projekt zu realisieren. Der Baubeginn ist für Oktober 2019 vorgesehen, bis Ende 2020 soll der Bau von ELEKTRA abgeschlossen sein.

Laut der Homepage von BEHALA besteche ELEKTRA durch sein Alleinstellungsmerkmal in Bezug auf den Hauptantrieb und die Energieversorgung an Bord beim Frachttransport. Damit habe es eine Art Vorbildfunktion als emissionsfreies Arbeitsschiff hinsichtlich ökologischer Anforderungen innerhalb sensibler Regionen.

BEHALA

"Das Besondere an der ELEKTRA ist das neue Energie-System. Die ELEKTRA ist lediglich der Träger dieses Systems. Die Binnenschifffahrt ist bislang durchgehend nicht CO2-neutral. Gerade für Ballungsräume macht das Energie-System Sinn, weil es emissionsfrei ist und Lärmschutz garantiert. Die Idee, Wasserstoff als Treibmittel zu nutzen, ist schon in den 1960er Jahren entwickelt worden", beschreibt Prof. Gerd Holbach von der TU Berlin das Besondere an diesem Leuchtturmprojekt.

Ballard inside

Ballard Power hat dafür den Auftrag für die Lieferung von drei Brennstoffzellen-Modulen des Typs FCveloCity mit einer Leistung von je 100 Kilowatt erhalten. Diese sind ein wichtiger Bestandteil des Energie-Systems von ELEKTRA (siehe Illustration). Die Auslieferung ist für das Jahr 2020 vorgesehen.

Ballard Power (WKN: A0RENB)

Die Pleite des Ballard-Kunden Wrightbus und der schwächelnde Gesamtmarkt haben bei der Ballard-Power-Aktie zu Gewinnmitnahmen geführt. Der langfristige Aufwärtstrend seit Jahresbeginn ist allerdings intakt. Investierte Anleger halten an der verbleibenden Position fest.