Die Aktie von Tempus AI ging am Dienstag mit einem satten Kursplus von gut zehn Prozent aus dem Handel an der Wall Street. In dieser Woche hat der Firmenlenker und Gründer des Präzisionsmedizin-Spezialisten, Eric Lefkofsky, im Interview mit CNBC über die Aussichten gesprochen. Seiner Meinung nach werde das Gesundheitswesen wahrscheinlich am meisten von KI profitieren.
"Wir beschäftigen uns schon seit einiger Zeit intensiv mit KI. Tempus hat zwei Hauptgeschäftsbereiche: Diagnostik und Daten. Im Grunde genommen nutzen wir Big Data und KI, um die Diagnostik intelligenter zu gestalten und Pharmaunternehmen dabei zu unterstützen, bessere Medikamente zu entwickeln", so Lefkofsky im Gespräch mit dem Nachrichtensender.
Der Tempus-AI-Chef ergänzte: "Wir sind also schon seit langer Zeit in diesem Bereich tätig und haben einen wirklich umfangreichen Datensatz zusammengetragen. Als diese großen „Frontier“-Modelle aufkamen, hatten wir einfach das Glück, dass sie perfekt darauf ausgelegt waren, uns in unseren beiden Kerngeschäftsbereichen zu unterstützen. Und so haben wir uns in den letzten drei bis vier Jahren sehr intensiv damit beschäftigt, diese Modelle in großem Maßstab einsatzfähig zu machen."
Lefkofsky hat Tempus AI vor gut elf Jahren ins Leben gerufen, nachdem bei seiner Frau Brustkrebs diagnostiziert wurde. Damals firmierte die in Chicago ansässige Gesellschaft noch unter Tempus Labs. Lefkofsky fiel damals auf, dass in medizinischen Berichten integrierte genetische und klinische Daten fehlten.
Inzwischen bringt Tempus AI gut zwölf Milliarden Dollar auf die Börsenwaage und könnte zu einem wichtigen KI-Play im Healthcare-Sektor in den kommenden Jahren avancieren. Mit der angestrebten Übernahme des AKTIONÄR-Tipps Personalis will das Unternehmen im Bereich der Präzisionsonkologie beziehungsweise Krebsgenomik zudem anorganisch wachsen.
Mit dem Kursplus von gut zehn Prozent am gestrigen Dienstag hat sich die charttechnische Verfassung der Aktie von Tempus AI klar verbessert. Gelingt nun auch noch der Sprung über das August-Hoch bei 72,96 Dollar, wäre der Weg für weiteres Upside-Potenzial geebnet.
DER AKTIONÄR hat sich mit einem Kauflimit bei 53 Euro auf die Lauer gelegt gehabt. Dieses wurde vor Kurzem ausgelöst. Schwache Tage bleiben Kauftage für mutige Anleger (Stopp: 39 Euro). Im Aktien-Report "TechBio: Das Beste aus zwei Welten" lernen Sie eine weitere Perle kennen, die vom Siegeszug der KI im Gesundheitswesen massiv profitieren sollte.
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