24.10.2019 Maximilian Völkl

Nokia stürzt 20 Prozent ab – Drillisch, United Internet und Co in Sippenhaft – die Hintergründe!

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Nokia
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Im freundlichen Marktumfeld zählen die Telekomaktien am Donnerstag zu den schwächsten Werten an der Börse. Deutsche Telekom, Telefónica Deutschland, 1&1 Drillisch und United Internet geraten allesamt unter Druck. Das Problem: Der finnische Netzwerkausrüster Nokia hat eine verheerende Gewinnwarnung veröffentlicht – der Grund sorgt auch in Deutschland wieder für Angst.

20 Prozent verliert die Nokia-Aktie am Donnerstag – und die Aussagen des Konzerns schrecken in der Tat ab. Bei der Vorlage der Zahlen zum dritten Quartal hat Nokia die Prognosen für 2019 und 2020 deutlich gekappt. 2019 rechnet der Konzern statt 25 bis 29 Cent Gewinn je Aktie lediglich noch mit 21 Cent. Für das kommende Jahr wurde die Spanne noch stärker von 37 bis 45 Cent auf 20 bis 30 Cent zurückgeschraubt.

Zu den Q3-Zahlen von Nokia

Der deutliche Margenrückgang ist dabei auf den harten Kampf um Marktanteile im 5G-Geschäft zurückzuführen, so Nokia. Hohe Kosten und Preisdruck, Probleme in China und die Unsicherheit in den USA wegen der Fusion zwischen T-Mobile US und Sprint verschärfen die Probleme weiter. Um die anstehenden Investitionen stemmen zu können, streicht Nokia zudem die Dividenden für das dritte und vierte Quartal des Geschäftsjahrs 2018. Langfristig soll es bei einer besseren Kassenlage zwar weiter Ausschüttungen geben – diese seien aber abhängig vom jeweiligen Gewinn.

Der dramatische Kurssturz von Nokia belastet auch die deutschen Telekomaktien. Bei Anlegern kehrt die Angst zurück, dass die Milliardenkosten für 5G noch weiter ausufern. Sollten die Konzerne wegen der Investitionen ebenfalls die Dividenden angreifen – United Internet und Drillisch haben dies bereits im laufenden Jahr getan – drohen große Verluste. Zudem ist noch unklar, wann sich die hohen Kosten überhaupt rechnen, denn der 5G-Ausbau ist nicht nur kosten- sondern vor allem auch zeitintensiv.

1&1 Drillisch (WKN: 554550)

In den vergangenen Wochen hatten sich die gebeutelten Telekomaktien stark entwickelt. Der Nokia-Schock zeigt aber, dass die Risiken durch den 5G-Ausbau weiter groß bleiben. DER AKTIONÄR bleibt deshalb weiter vorsichtig. Lediglich die Aktie der Deutschen Telekom bleibt auf der Kaufliste. Der Platzhirsch überzeugt mit der stärksten Bilanz, einer wachstumsträchtigen US-Tochter und dem lukrativen Funkturmgeschäft.

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Deutsche Telekom.

Buchtipp: Regel Nummer 1

Früher war Phil Town wie alle anderen. Er hielt Geldanlage für zu kompliziert, um darin erfolgreich sein zu können. Als ehemaliger Angehöriger der Eliteeinheit Green Berets, der seinen Lebensunterhalt als River Guide verdiente, schien ihm das alles zu undurchsichtig. Um es richtig zu machen – davon war er überzeugt –, müsse man es als Vollzeitjob betreiben. Dann allerdings lernte er die Regel Nummer 1 kennen. Sie ist ganz einfach: „Verliere kein Geld!“ In seinem Klassiker erklärt Town, wie er mithilfe dieser einen Regel in fünf Jahren aus tausend Dollar eine Million machte. Er zeigt, dass „kein Geld verlieren“ an der Börse gleichbedeutend ist mit „mehr Geld verdienen, als man sich je vorgestellt hätte“. Town redet Klartext: „Ich werde Ihre Zeit nicht mit Gelaber verschwenden, nicht mit klugen Geschichten, die Ihnen Sachen sagen, die Sie bereits wissen. Der Deal ist einfach: Ich bringe Sie ans Ziel, und zwar Schritt für Schritt.“

Autoren: Town, Phil
Seitenanzahl: 400
Erscheinungstermin: 23.08.2018
Format: Softcover
ISBN: 978-3-86470-606-6