16.07.2019 Benedikt Kaufmann

Ist die Luft schon raus bei Uber und Lyft?

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UBER TECH.
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Erst Wachstum, dann Gewinne – so heißt auch die Devise bei Uber und Lyft. Die Fahrdienstleister Uber und Lyft wachsen zwar, doch schreiben hohe Verluste. Jetzt haben beide die Preise angepasst und direkt steht das Wachstum auf dem Prüfstand.

Uber hat im Mai rund 15,9 Millionen Fahrten in New York angeboten. Laut der „Taxi and Limousine Commission“ sind acht Prozent weniger als im März. In der gleichen Zeitspanne hat auch Lyft abgebaut.

Der Einbruch kommt, nachdem in New York ein Mindestlohn für die Fahrer eingeführt wurde, was die Preise für die Passagiere erhöhte. Einige Passagiere scheint diese Erhöhung abzuschrecken.

Laut Uber-CEO Dara Khosrowshahi habe die Preiserhöhungen zwar eine negative Auswirkung auf die Anzahl der in Anspruch genommen Fahrten, doch das Geschäft bleibe stabil.

Der Rückgang könnte ein erster Hinweis darauf sein, dass Uber und Lyft langfristig nur durch ihre niedrigen Preise überzeugen können. Steigen die Preise durch Regulierungen oder den Druck der Investoren endlich profitabel zu wirtschaften, könnte dies das Ende der rasanten Wachstumsdynamik bedeuten.

Die Analysten von Barclays sehen dagegen in den Preiserhöhungen und den neuen Angeboten wie Uber Comfort oder Gruppenfahrten eine Chance insbesondere für Uber. Die Barclays-Analysten setzten das Ziel von Uber auf 50 Dollar (Overweight) – was 16 Prozent Kurspotenzial entspricht. Das Ziel von Lyft setzt er auf 55 Dollar (Equalweight) – unter dem aktuellen Kurs von 64,80 Dollar

DER AKTIONÄR bleibt der Meinung, dass Uber und Lyft bei der aktuellen Bewertung erst beweisen sollten, wie sie langfristig profitabel wirtschaften können – ohne das eigene Wachstum zu kannibalisieren. Angebote wie Essenslieferungen, Gruppenfahrten oder Frachtdienste können hier den entscheidenden Impuls liefern.

UBER TECH. (WKN: A2PHHG)