Das Chip-Urgestein Intel hat die Zahlen zum dritten Quartal vorgelegt. Diese sind ordentlich ausgefallen. Dennoch bricht die Aktie nach der Veröffentlichung der Ergebnisse zusammen. Denn den Anlegern schmeckt der Ausblick auf das vierte Quartal überhaupt nicht.
Intel steigerte zwischen Juli und September den Umsatz um 21 Prozent auf 16,5 Milliarden Dollar, womit die Gesellschaft exakt die Marktprognose traf. Das bereinigte Ergebnis je Aktie schoss um satte 126 Prozent auf 0,52 Dollar pro Papier nach oben. Analysten rechneten hingegen nur mit einer Verbesserung auf 0,40 Dollar je Aktie.
Ebenfalls positiv: Der operative Cashflow lag bei 5,1 Milliarden Dollar und damit rund 0,2 Milliarden Dollar über den Erwartungen. Der bereinigte Free Cash Flow erreichte 1,6 Milliarden Dollar.
Ausblick enttäuscht
Soweit, so gut. Doch der Ausblick kommt bei den Anlegern alles andere als gut an. Intel erwartet im vierten Quartal einen Umsatzrückgang im Vergleich zum vorherigen dritten Quartal auf 15,0 bis 16,0 Milliarden Dollar. Der Kapitalmarkt kalkulierte allerdings mit einem Zuwachs auf 17,1 Milliarden Dollar.
Auch beim Ergebnis je Aktie wird ein Rückgang erwartet. Intel rechnet im Schlussviertel lediglich mit einem Gewinn von 0,25 Dollar pro Papier, was deutlich unter der Schätzung von 0,43 Dollar liegt.
Die schwachen Vorgaben für das vierte Quartal drücken massiv auf die Stimmung. Nach den Zahlen crasht die Intel-Aktie um satte 18 Prozent auf gut 75 Dollar. Zur Einordnung: Das 52-Wochen-Hoch liegt bei gut 142 Dollar.
Intel hat im Laufe des Jahres eine umfassende Neubewertung vollzogen, die keine Patzer erlaubt. Mit der Prognose für das vierte Quartal leistet sich der Chip-Riese einen solchen Fauxpas, der bitter bestraft wird. Die Aktie von Intel ist derzeit keine laufende Empfehlung des AKTIONÄR. Anleger bleiben an der Seitenlinie, zumal sich das Chartbild durch den Kurseinbruch nun extrem eintrübt.
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