8 Aktien mit maximalem OHO-Effekt
20.02.2020 Thobias Quaß

Intel: Mit Quantentechnik der Konkurrenz voraus

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Intel

Intel hat mit immer größerer Konkurrenz im Halbleitergeschäft zu kämpfen. AMD und Nvidia dringen zusehends in Kernbereiche wie Data-Center und KI-Beschleunigung vor. Mit einem neuen Chipsatz für Quanten-Computing will Intel der Konkurrenz wieder zeigen, wer der größte Player am Markt ist. Die Intel-Aktie kämpft sich währenddessen an den nächsten Widerstand heran.

Auf der ISSCC in San Francisco gab Intel weitere Informationen zum neuen Steuerungschip für Quantencomputer bekannt. Der „Horse Ridge“ getaufte und gemeinsam mit QuTech entwickelte Cryo-Chip soll Quanten-Computing kommerziell massentauglich machen.

„Horse Ridge“ soll erstmals bis zu vier Hochfrequenzkanäle in einem Gerät vereinen. Davon soll per „Frequenz-Multiplexing“-Technik jeder Kanal bis zu 32 Quantenbits steuern können. Dadurch würden maximal 128 Qubits über ein einziges Modul steuerbar.

Intel (WKN: 855681)

Durch diese Technik, so der Konzern, werden auch Phasenverschiebungsfehler verringert. Diese treten auf, wenn zu viele Kanäle mit unterschiedlicher Frequenz betrieben werden. Mittels der nun standardisiert in den Quantencomputer verfrachteten Steuerung ließen sich auch die bisherigen teils externen Steuerungsinstrumente reduzieren.

Doch auch abseits des Quanten-Computing läuft es bei Intels Server-Prozessoren gut: Da immer mehr Anwendungen in die Cloud wandern, ist der Bedarf nach Server-Chips groß. Im Rechenzentren-Geschäft wuchs der Umsatz daher im vergangenen Quartal um 19 Prozent auf 7,2 Milliarden Dollar. Der Ausblick auf das erste Quartal 2020 liege deutlich über den Erwartungen, die starke Nachfrage setze sich im neuen Jahr vorerst fort.

Die Rallye der Intel-Aktie wurde durch den im Jahr 2019 erzielten Umsatz von 72 Milliarden Dollar (Plus zwei Prozent) und den um sechs Prozent gestiegenen Gewinn pro Aktie befeuert. Nach dem Kurssprung verläuft das Papier vorerst seitwärts auf dem höchsten Bereich seit fast 20 Jahren. Der nächste horizontale Widerstand, den es zu überwinden gilt, liegt bei 67,70 Dollar.

DER AKTIONÄR bleibt bei seiner Einschätzung: Dabeibleiben!