31.07.2019 Benedikt Kaufmann

Electronic Arts nach Q-Zahlen: Jetzt kaufen!

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Electronic Arts
Trendthema

Die Aktie von Electronic Arts gehört heute zu den großen Gewinnern. Rund sieben Prozent legt die Aktie heute im frühen US-Handel zu, nachdem der Gaming-Konzern mit seinen Quartalszahlen die Erwartungen der Analysten übertraf. DER AKTIONÄR sieht jetzt ein aussichtsreiches Chance-Risiko-Verhältnis – und rät zum Kauf.

Electronic Arts (WKN: 878372)

Der bereinigte Umsatz im ersten Quartal 2020 (bis 30. Juni) lag mit 743 Millionen Dollar über den Erwartungen der Analysten von 719 Millionen Dollar. Der Gewinn je Aktie von 0,25 Dollar übertraf die Schätzungen ebenfalls leicht.

Zudem sorgte ein einmaliger Steuereffekt durch eine Änderung im Schweizer Steuerrecht für eine zusätzliche Gewinnspritze in Höhe von 1,7 Milliarden Dollar.

Highlights im Überblick

Zuletzt hat zwar eher „Apex Legends“ für Aufsehen gesorgt, doch auch älteren Franchises wie FIFA, Madden und die Sims sind laut Geschäftsführung für den anhaltenden Erfolg von EA verantwortlich. So loggten sich beispielsweise durchschnittlich mehr als drei Millionen Spieler jeden Tag bei FIFA Ultimate ein. Insbesondere die Cash-Cow FIFA sollte nicht aus den Augen verloren werden, denn „Apex Legends“ macht schätzungsweise nur sieben Prozent der Erlöse aus.

Dennoch sehen zahlreiche Analysten die positiven Kommentare von EA-CEO Andrew Wilson zu „Apex Legends“ als entscheidendes Argument dafür, dass das Spiel die erwarteten 300 bis 400 Millionen Dollar im laufenden Geschäftsjahr erreichen wird. Laut Wilson hat der kostenpflichtige Season Pass die Erwartungen übertroffen. Die zahlreichen Neuerungen im Spiel sorgten zudem für ein bedeutendes Wachstum bei den Spielerzahlen. Der künftige Fokus soll neben weiterer Updates auch im Bereich E-Sports liegen.

Das Risiko, dass EA die Prognose für das Gesamtjahr verpasst, ist gering. Kann Apex weiter überzeugen und wird auch das dieses Jahr erscheinende „Star Wars Jedi: Fallen Order“ ein Erfolg, sind die Chancen auf ein Übertreffen der Jahresprognose sehr hoch. Insbesondere da, nach dem Debakel um das vorangegangene Star Wars Spiel „Battlefront 2“, die Erwartungen an den Single-Player-Titel gering sind.

DER AKTIONÄR sieht daher jetzt den geeigneten Einstiegspunkt in eine günstige Gaming-Aktie, die fundamental das Zeug dazu hat, wieder an frühere Bewertungen und Höchstkurse anzuschließen. Charttechnisch ist mit dem Durchbrechen der 90- und 200-Tages-Linie ebenfalls ein Kaufsignal da.

Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Electronic Arts.