Mit Nvidia sind viele Leser des Hot Stock Report reich geworden. Jetzt sucht Florian Söllner neue Geheimtipps – etwa bei Spezialisten für Cybersicherheit oder bei Energieanbietern für die Superintelligenz.
Als Künstliche Intelligenz für viele Anleger noch Zukunftsmusik war, suchte Florian Söllner bereits nach ihren Gewinnern. Lange vor dem Durchbruch von ChatGPT tauschte sich der Autor des Hot Stock Report mit KI-Forschern wie Sepp Hochreiter und Jürgen Schmidhuber aus. Im Report 10/2015 empfahl er Nvidia zu einem splitbereinigten Kurs von 0,52 Euro. Heute steht die Empfehlung rund 40.000 Prozent im Plus – und ist seitdem auf der Liste geblieben, ohne jemals ausgestoppt zu werden. Jetzt lautet die spannende Frage: Wo entstehen die nächsten Chancen?
Mehr als Nvidia
Die KI-Revolution besteht nicht allein aus immer besseren Modellen und schnelleren Chips. Der KI-Boom braucht Rechenzentren, die Strom, leistungsfähige Komponenten und Schutz benötigen. Genau diese Wertschöpfungskette nimmt Söllner in den Blick. Sein Ziel ist es, Unternehmen zu entdecken, deren Bedeutung für den technologischen Wandel größer ist, als es ihre Bewertung zunächst vermuten lässt.
Wie das aussehen kann, zeigen zwei Positionen in seinem Depot 2030. Bloom Energy liefert Brennstoffzellensysteme zur dezentralen Stromversorgung. Für Rechenzentren, deren Energiebedarf mit dem KI-Einsatz wächst, kann das eine wichtige Alternative zum klassischen Netzanschluss sein. Seit der Aufnahme im Juli 2025 liegt die Aktie mit 769 Prozent im Plus. Ebenfalls im Juli 2025 kam AT&S hinzu. Der Hersteller hochwertiger Leiterplatten und IC-Substrate profitiert vom Bedarf an leistungsfähiger Chiptechnik. Hier beträgt der Kursgewinn seit dem Depotkauf aktuell 871 Prozent.
Geht eine Investmentstory auf, können sich Aktien über Jahre vervielfachen. Söllner sah bei Nvidia auch lange nach seiner Empfehlung von 2015 noch Potenzial und nahm die Aktie im Dezember 2022 ins Depot 2030 auf. Der Erfolg: Seit der Aufnahme ins Depot steht die Aktie mit 1.201 Prozent im Plus.
Jetzt rückt ein weiterer Trend in den Fokus: Sicherheit. KI erleichtert nicht nur produktive Arbeit, sondern kann auch Angreifern neue Möglichkeiten eröffnen. Unternehmen und Staaten müssen ihre Systeme, Daten und Zugänge schützen. Deshalb hat Söllner gleich mehrere Unternehmen ins Depot 2030 aufgenommen, die vom wachsenden Sicherheitsbedarf profitieren. Die KI-Skepsis wird für sie zum Geschäft – und für Anleger zur Chance.
Vorsprung mit System
Ein Megatrend allein macht allerdings noch keine gute Anlage. Entscheidend sind Geschäftsmodell, Bewertung und der Zeitpunkt des Einstiegs. Söllner verbindet seine Recherche und Gespräche mit Branchenexperten mit einem antizyklischen Ansatz: Chancen suchen, bevor die breite Masse aufspringt, und Positionen überprüfen, wenn die Erwartungen bereits hoch sind.
Der Hot Stock Report bietet zwei Musterdepots mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Das Depot 2030 bündelt Aktien mit langfristigen Zukunftschancen. Seit seinem Start im September 2015 liegt es mit 501 Prozent im Plus (Stand: Oktober 2026) und schlägt den DAX deutlich. Das zweite Musterdepot, das TFA-Depot, setzt auf Turnaround-Chancen. Die Turnaround-Formel durchsucht Tausende Aktiencharts nach technischen Signalen für eine Trendwende. Alle TFA-Signale gibt es exklusiv im Hot Stock Report.
Die Auswahl wird laufend begleitet. Der wöchentliche Börsenbrief erläutert Investmentideen, dokumentiert die Musterdepots und informiert über Transaktionen. Ergänzende Updates helfen, Veränderungen einzuordnen. Zu Käufen, Verkäufen und Teilgewinnmitnahmen liefert Söllner die Hintergründe – und zeigt, wie er seine Depots neu ausrichtet.
Der Deal zum Einstieg
Nach den bisherigen Erfolgen mit KI richtet Söllner den Blick auf die nächste Phase des KI-Booms. Im Fokus stehen dabei Unternehmen, deren Potenzial der breite Markt noch unterschätzt. Wenn Sie den Hot Stock Report testen möchten, sparen Sie bis einschließlich 21.10.2026 mit dem Code HSR10 zehn Prozent auf das Monats- oder Jahresabo. Weitere Informationen finden Sie unter www.hotstockreport.de.
Nur Mut! Die KI bringt uns Buffett und Reichtum.
DER AKTIONÄR: Florian, du hast Nvidia im Jahr 2015 splitbereinigt zu 0,52 Euro im Hot Stock Report (HSR) empfohlen – aus 3.000 Euro wurde eine Million. Wie viele Nvidia-Aktien hast du gekauft?
Florian Söllner: Keine. Ich kaufe privat keine Geheimtipps, über die ich schreibe. Den HSR zu schreiben ist also ein teurer Spaß für mich (lacht). Doch selbst wenn: So cool, diese massive Gewinnposition ohne Teilverkäufe komplett durchzuhalten – wie eine Dame, die mir lächelnd beim Pommes-Essen verraten hat, sie habe ausgesorgt –, wäre ich wohl nach dieser Verdreihundertfachung nicht gewesen. Umso mehr freut es mich, dass ich jüngst mehrere Leser getroffen habe, die sich bedankten, dank KI-Aktien sehr wohlhabend und teils Millionäre geworden zu sein.
Tatsächlich zeigt schon ein Blick auf das Depot 2030, dass die letzten zehn Jahre dank KI, Energie und Cybersecurity enorm erfolgreich waren – droht jetzt das Platzen der Blase? Ist die KI überschätzt?
Im Gegenteil. Die KI überrascht positiv – quasi jeder KI-Experte oder Professor, mit dem ich seit 2015 spreche, freut sich über die Fortschritte im Bereich Video, Text, Analyse. Das Faszinierende: Richtig intensiv nutzen erst 0,2 Prozent der Menschen die KI – etwa KI-Agenten, um das Doppelte bis 5-Fache zu arbeiten und Produkte immer günstiger herzustellen. Das wird uns bis 2040 noch viel Freude bereiten – viele Produkte, die jetzt 10.000 Euro kosten, könnten bald dank Humanoiden und KI für 500 Euro erhältlich sein.
Was sind für dich die neuen, starken Wachstumstrends in dem Space?
Ganz klar KI-Schutz-Aktien – die Panik vor KI-Attacken ist so groß wie nie. Denn die KI-Modelle werden auch in China immer stärker. Und klar: Es braucht Schutz – was unseren neuen Depot-2030-Aktien sehr hilft. Doch am Ende ist die KI-Angst so überzogen wie damals die Angst vor Strom, Eisenbahnen oder dem Auto. Die KI-Chancen überwiegen sehr klar.
Auch an der Börse?
Ich bin seit 30 Jahren im Aktien-Game. Und natürlich kann es drastische Korrekturen und Sektorrotationen geben. Möglich ist es etwa, dass die gehypten Chipspeicher aus China Konkurrenz bekommen oder defizitäre KI-Frontier-Start-ups scheitern. Doch jeden Tag gibt es dafür neue, unterschätzte, noch unten liegende Trends, die durchstarten. Bis 2030 wird etwa die China-KI enorm überraschen und ich freue mich auf kräftige Reformen und KI-Offensiven in Südamerika.
Florian, die Contrarian- und Value-Legende Warren Buffett geht in den Ruhestand – mit vielen Büchern und seiner täglichen Cola. Wie stellst du dir dein Rentnerdasein im Jahr 2040 vor?
Wir alle können uns darauf freuen, dass genug Wohlstand für alle da sein wird. Roboter und KI produzieren Obst, Autos zu Schnäppchenpreisen und bringen uns Wein und Massagen in den von Roboterhänden gepflegten Garten. Und in Form von KI-Agenten können wir noch in 100 Jahren Buffett oder Lynch unter den Apfelbaum zum Börsentalk einladen. Alles wird gut. Fortes fortuna adiuvat. Den Mutigen hilft das Glück.
Dieser Artikel ist in DER AKTIONÄR Nr. 43/2026 erschienen, welches Sie hier als PDF gesamt herunterladen können.
Weitere Informationen zum Hot Stock Report finden Sie hier.
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