Bending Spoons geht durch die Decke: Das ist der Grund

Bending Spoons geht durch die Decke: Das ist der Grund
Foto: Bigc Studio/Shutterstock
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Fabian Strebin Heute, 19:48 ‧ Fabian Strebin
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Insgesamt zeigen sich die US-Märkte heute schwach. Neben höher als erwartet ausgefallenen Inflationszahlen kommen auch mehrere Quartalszahlen von Unternehmen bei den Anlegern nicht gut an. Doch mit Bending Spoons gibt es auch ein Unternehmen, das deutlich zulegen kann.

  • Die Bending-Spoons-Aktie legt trotz eines schwachen US-Markts deutlich zu.
  • Berkshire Hathaway investiert weitere 330 Millionen Dollar und erhält dafür 10 Millionen Stammaktien.
  • Der Einstieg ist ein Vertrauenssignal; ob sich das Geschäftsmodell langfristig trägt, bleibt offen.

Die Aktie von Bending Spoons gehört heute zu den Top-Gewinnern am US-Aktienmarkt. Das Unternehmen ist erst seit dem 1. Juli dieses Jahres börsennotiert und im Softwaregeschäft tätig. Damit steuerte die Aktie auf ihren prozentual besten Tagesgewinn seit dem Börsengang am 1. Juli zu. Das Unternehmen übernimmt bekannte Marken wie AOL, Evernote, Vimeo, WeTransfer oder Eventbrite, deren Nutzerbasis groß, deren Wachstum aber schwach ist. Anschließend senkt es die Kosten, baut die Software-Infrastruktur um, überarbeitet Preismodelle und setzt KI ein.

Quartalszahlen hat Bending Spoons heute nicht geliefert; die Kursexplosion hat einen anderen Grund. Die legendäre Investmentholding Berkshire Hathaway investiert 330 Millionen Dollar in den Konzern. Laut Investmentvereinbarung gibt Bending Spoons im Rahmen einer Privatplatzierung 10 Millionen Stammaktien zu einem Kaufpreis von 33 Dollar je Aktie aus. Der Erlös für Bending Spoons beträgt laut Unternehmen etwa 330 Millionen Dollar vor Abzug der Emissionskosten, wie Barron’s berichtet.

Die Investition von Berkshire ist bemerkenswert, da der Konzern bereits beim Börsengang 600 Millionen Dollar in das Mailänder Unternehmen investiert hatte. In einer Pflichtmitteilung an die Börsenaufsicht erklärte Bending Spoons, der Erlös aus der Privatplatzierung solle für „allgemeine Unternehmenszwecke und für Investitionen in neue Akquisitionen“ verwendet werden.

Ob sich das Geschäftsmodell von Bending Spoons auf Dauer trägt, lässt sich jetzt noch nicht sagen. Die Kursentwicklung seit dem IPO im Sommer war jedenfalls volatil. Der Einstieg von Berkshire ist aber ein Ritterschlag. Es ist nicht unüblich, dass die Investmentholding bereits zu oder vor einem Börsengang bei Firmen einsteigt. Die Aktie ist keine laufende Empfehlung des AKTIONÄR.

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