Die Banken haben ihre Supercomputer angeworfen. Während Goldman Sachs in der Vergangenheit oft daneben lag, wagt die Bank of America nun eine mutige Prognose für das größte Sportereignis aller Zeiten. Erfahren Sie hier, warum die Analysten auf Mbappé setzen, welche Nationen als gefährliche Geheimfavoriten gelten und warum eine KI das Finale ganz anders vorhersagt.
- Die Analysten der Bank of America (BofA) sehen Frankreich im Finale gegen Spanien vorne und prognostizieren den dritten WM-Titel für die "Équipe Tricolore".
- KI-Modelle halten dagegen: Während die menschlichen Experten auf Frankreich setzen, favorisieren aktuelle Simulationen eher Brasilien oder Argentinien als Sieger.
- Trotz erwarteter Rekordeinnahmen von elf Milliarden Dollar warnen Experten vor sinkender Nachfrage durch teure Visa und politische Spannungen.
Milliarden-Wette auf den Rasen
Wenn Investmentbanken Fußballergebnisse vorhersagen, schwingt immer eine Portion Skepsis mit. Die Erfolgsbilanz ist gemischt: Während der Broker Panmure Liberum 2022 den Sieg Argentiniens korrekt tippte, scheiterte Goldman Sachs 2018 krachend an der Datenanalyse. Nun wagt sich die Bank of America (BofA) aus der Deckung. Eine Umfrage unter 65 Analysten der Bank ergibt ein klares Bild: Frankreich besiegt Spanien im Finale.
Besonders spannend: Die BofA-Experten haben auch ihre persönlichen Geheimfavoriten benannt. Japan, Norwegen und Marokko wurden am häufigsten als die Teams genannt, die für eine große Überraschung sorgen könnten. Für die deutsche Nationalmannschaft hingegen ist die Prognose eine herbe Klatsche. Das Team von Julian Nagelsmann taucht in der Gunst der Analysten kaum auf – die Experten zerfetzen die deutschen Hoffnungen hier fast gnadenlos und setzen stattdessen auf die Kader-Tiefe der Franzosen und die individuelle Klasse von Kylian Mbappé, der laut BofA Torschützenkönig wird. Spaniens Lamine Yamal soll indes als bester Spieler des Turniers glänzen.
Mensch gegen Maschine: Das Daten-Dilemma
Doch die Expertenmeinung steht auf wackligen Beinen, sobald man die Logik der Computer hinzuzieht. Während die Analysten fest auf den "Faktor Mbappé" bauen, zeichnen spezialisierte KI-Modelle ein völlig anderes Bild. In Millionen von Simulationen, die weniger auf Einzelstars und stattdessen stärker auf ein eingespieltes Teamgefüge sowie langfristige Erfolgsserien setzen, landen oft Brasilien oder Titelverteidiger Argentinien ganz vorne.
11-Milliarden-Spektakel mit politischem Risiko
Abseits des Platzes ist die WM in den USA, Mexiko und Kanada bereits jetzt eine gigantische Cash-Maschine. Die Einnahmen im aktuellen Zyklus sollen auf elf Milliarden Dollar steigen – ein Plus von fast 50 Prozent gegenüber Katar 2022. Laut Welthandelsorganisation könnte das Turnier sogar bis zu 40,9 Milliarden Dollar zum globalen Bruttoinlandsprodukt beitragen.
Doch die Goldgräberstimmung ist getrübt. Die US Travel Association warnt explizit vor einer "Kampagne zur Abschreckung". Höhere Visagebühren und verschärfte Prüfungen von Social-Media-Aktivitäten unter der aktuellen US-Administration könnten Fans aus Übersee abschrecken. Zudem stehen die Ticketpreise unter massiver Kritik – FIFA-Präsident Gianni Infantino musste diese erst kürzlich gegen Kritik von Fans und US-Gesetzgebern verteidigen. Für die Hotelbranche könnte das Turnier trotz der Rekordzahl von 104 Spielen daher weniger lukrativ ausfallen als erhofft.
FAQs zur Fußball-Weltmeisterschaft 2026
Wo findet die WM 2026 statt?
Die Weltmeisterschaft wird in den USA, Mexiko und Kanada ausgetragen. Insgesamt gibt es 16 Austragungsorte, wobei das Turnier primär in den USA stattfindet.
Wie viele Teams nehmen an der WM teil?
Erstmals nehmen 48 Nationalmannschaften teil. Die Anzahl der Spiele steigt damit auf den Rekordwert von 104 Partien an.
Wann findet die Weltmeisterschaft statt?
Das Turnier dauert vom 11. Juni bis zum 19. Juli 2026. Die FIFA rechnet damit, dass rund 6,5 Millionen Fans die Spiele vor Ort verfolgen.
Heute, 08:00