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US‑Aktien: 32 Prozentpunkte vorn – jetzt kaufen auch die Inder

US‑Aktien: 32 Prozentpunkte vorn – jetzt kaufen auch die Inder
Foto: Shutterstock
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Ingo Nix Heute, 11:20 ‧ Ingo Nix
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US-Tech-Aktien bekommen neue Käufer aus Indien. Die drei größten Onlinebroker des Landes öffnen ihren Kunden die Wall Street, die ersten Orders fließen in Nvidia, SpaceX und Apple. Der Antrieb liegt im heimischen Depot: Der Nifty 50 hat seit Jahresbeginn 12,9 Prozent verloren.

US-Tech-Aktien: Warum Inder jetzt Nvidia und Apple kaufen

Groww hat Ende September den Anfang gemacht. Auf den Broker entfallen nach eigenen Angaben gegenüber CNBC mehr als 29 Prozent der rund 46 Millionen aktiven Brokerkunden Indiens. Er schaltet schrittweise mehr als 10.000 US-Aktien und ETFs frei, auch in Bruchteilen. Am gefragtesten sind laut Mitgründer Harsh Jain Nvidia, SpaceX, Apple, Alphabet, Amazon, Micron und Meta. Die Nummer zwei Zerodha ist seit dem 19. Oktober in einer öffentlichen Testphase, Angel One mit 6,7 Millionen aktiven Kunden rollt seit demselben Tag aus.

Der Grund steht in der Kurstafel. Der S&P 500 liegt seit Jahresbeginn rund 13 Prozent vorn. Weil die Rupie zugleich von 89,87 auf 95,12 je Dollar gefallen ist, kommt ein indischer Anleger in eigener Währung auf rund 19 Prozent – also rund 32 Prozentpunkte mehr als mit dem Nifty.

Nitin Jain, Chef von Kotak Mahindra Asset Management Singapore, sieht großes Interesse an US-Technologiewerten, erinnert aber daran, dass Privatanleger gern kaufen, was gerade steigt. Dreht die Rupie, schmilzt der Währungsgewinn. Und jede Überweisung läuft über das Auslandskontingent der Notenbank von 250.000 Dollar pro Person und Jahr. Für Nvidia und Co. ist das ein neuer Käuferkreis, jedoch kein wirklicher Kurstreiber über Nacht.

Infront S&P 500 (WKN: A0AET0)

Der S&P 500 schloss am 27. Oktober bei 7.723 Punkten. Der Widerstand ist das Rekordhoch der vergangenen 52 Wochen bei 7.845 Punkten, der Index liegt nur 1,55 Prozent darunter. Die erste Unterstützung bildet die 50-Tage-Linie bei rund 7.697 Punkten, 0,33 Prozent unter dem Schlusskurs. Mit Abstand trägt die 200-Tage-Linie bei rund 7.299 Punkten, der Index notiert 5,81 Prozent darüber. Fällt er unter die 50-Tage-Linie, rückt die 200-Tage-Linie als nächste Marke in den Blick.

Was der neue Käuferkreis für Nvidia, Alphabet und Co. bringt, wird die aktuelle Berichtssaison zeigen. SpaceX und Meta haben ihre Zahlen zum dritten Quartal bereits am 20. und 21. Oktober vorgelegt. Alphabet folgt heute nach US-Börsenschluss, Amazon morgen, Apple am 2. November. Nvidia berichtet voraussichtlich am 18. November und Micron am 23. Dezember. 

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