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13.05.2021 Thomas Bergmann

Update: DAX mit starkem Intraday-Reversal

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DAX

Am Donnerstagnachmittag stehen im frühen US-Aktienhandel die Signale auf Erholung. Selbst die überraschend stark gestiegenen Erzeugerpreise, die die jüngsten Inflationssorgen anheizen könnten, üben keinen Druck auf die Börsenkurse aus. Angeführt wird die Erholung vom Technologiesektor.

Der Dow Jones Industrial hat kurz nach Handelsauftakt die 34.000er-Marke zurückerobert. Der DAX, der am Morgen auf knapp 14.800 gefallen war, hat seitdem rund 400 Zähler zugelegt. Damit ist ihm nicht nur der Sprung über die wichtige 15.000-Punkte-Marke gelungen, sondern auch die Rückkehr in den mittelfristigen Aufwärtstrend.

DAX (WKN: 846900)

Die Erzeugerpreise in den USA sind im April auf Jahressicht um 6,2 Prozent gestiegen, stärker als von Analysten erwartet. Das trieb die Renditen am US-Anleihemarkt aber nicht weiter nach oben, diese gaben vielmehr nach. Die Sorge, dass der allgemeine Preisanstieg höhere Kapitalmarktzinsen nach sich ziehen könnte, hatte die Börsen zuletzt belastet. Bei steigenden Zinsen kann sich die Refinanzierung von Unternehmen verteuern. Zudem verlieren Aktien in diesem Szenario im Vergleich zu verzinsten Wertpapieren an Attraktivität.

An der Spitze des Dow steht Boeing mit einem Plus von aktuell 3,4 Prozent. Der Flugzeugbauer hat von der US-Luftfahrtaufsicht FAA grünes Licht für Reparaturen an Flugzeugen des Problemtyps 737 Max erhalten. Mit den genehmigten Nachbesserungen sei der Weg für eine Rückkehr zum Flugverkehr frei, teilte der US-Konzern mit.

Das an der Nasdaq notierte biopharmazeutische Unternehmen Curevac aus Tübingen veröffentlichte ermutigende Studienergebnisse zu einem Covid-19-Impfstoffkandidat der zweiten Generation. Dieser habe eine hohe Immunität gegen Mutationen des Corona-Virus gezeigt. Die Aktie von Curevac legt rund 5 Prozent zu.

Der chinesische Internet-Riese Alibaba hat im vierten Geschäftsquartal den Umsatz zwar kräftiger als von Analysten erwartet gesteigert; die Aussagen von Vorstandschef Daniel Zhang zu Investitionen schmeckten Anlegern aber nicht. Die Aktie büßte 2,2 Prozent ein.

Die Aktienmärkte sind zurzeit überhaupt nicht einzuschätzen. Am Vormittag drohte noch ein Kursdesaster besonderen Ausmaßes. Jetzt, eine Stunde nach Handelsauftakt in den USA, hat sich die Stimmung komplett gedreht. Die Volatilität wird wohl solange anhalten, bis sich das Zinsgespenst wieder vom Parkett verzieht.

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