Heute greift die Indexumstellung: Die Vorzugsaktie von Volkswagen verliert ihren Platz im Euro Stoxx 50. Der Autobauer gehörte dem Leitindex der Eurozone seit dessen Start im Jahr 1998 an. Neben Volkswagen muss der niederländische Informationsdienstleister Wolters Kluwer den Index verlassen.
Neu dabei sind der französische Versorger Engie und der finnische Netzausrüster Nokia, der nach nur einem Jahr zurückkehrt. In der DAX-Familie steigt der Werbevermarkter Ströer in den MDAX auf, im Gegenzug rutscht der Modekonzern Hugo Boss in den SDAX, und im TecDAX ersetzt der Raumfahrtspezialist OHB den IT-Dienstleister CANCOM. Im Stoxx Europe 50 übernimmt Barclays den Platz von Prosus, aus dem breiten Stoxx Europe 600 fallen unter anderem Fraport und Aumovio.
Volkswagen: Abstieg zur Unzeit
Fonds und ETFs, die den Index eins zu eins nachbilden, schichten zum Stichtag um. Am Freitag kam noch eine Gewinnwarnung dazu: Volkswagen kappt die Prognose für die operative Umsatzrendite 2026 auf höchstens ein Prozent, zuvor standen 4,0 bis 5,5 Prozent im Plan. Sondereffekte von rund zehn Milliarden Euro, darunter eine Abschreibung auf die Porsche AG, drücken das Ergebnis.
Der Rauswurf ist mehr als Symbolik: Der Indexplatz sichert Nachfrage von passiven Anlegern, Sichtbarkeit und Liquidität. Andererseits ist der Schritt seit Anfang September bekannt, ein Teil der Umschichtung dürfte gelaufen sein. Im DAX selbst ändert sich diesmal nichts.
Volkswagen: Die Marken im Chart
Die Aktie schloss am Freitag auf Xetra 5,6 Prozent tiefer bei 76,52 Euro und hält damit knapp die 50-Tage-Linie. Darunter wartet das 52-Wochen-Tief vom 1. Juli bei 69,20 Euro. Nach oben bremst das Hoch vom 4. September bei 83,76 Euro, die 200-Tage-Linie verläuft rund 16 Prozent über dem Kurs bei 88,54 Euro. Fällt die 50-Tage-Linie, rückt das Tief in den Blick. Die Neun-Monats-Zahlen legt Volkswagen am 29. Oktober vor.
DER AKTIONÄR wird im Laufe des Tages über sämtliche wichtigen Entwicklungen und Neuigkeiten an den nationalen und internationalen Märkten berichten.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Volkswagen Vz..
Heute, 06:53
Bei Google bevorzugen