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Deutsche Bank über Inflation: „Unangenehm hoch“ – „neue Gegenwinde“ dürften belasten

Deutsche Bank über Inflation: „Unangenehm hoch“ – „neue Gegenwinde“ dürften belasten
Foto: iStockphoto
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Lars Friedrich 31.03.2023, 16:16 Lars Friedrich

Der DAX schlägt sich weiterhin ziemlich gut. Angesichts der Nachrichtenlage ist das keine Selbstverständlichkeit. Nicht nur der Bankensektor sorgt für Nervosität, auch gesamtwirtschaftlich ist die Lage weiterhin recht wackelig. Diese Woche gab es unter anderem neue Daten zur Inflation in Deutschland und dem heimischen Arbeitsmarkt.

Zu den Verbraucherpreisen in Deutschland schreibt Sebastian Becker, Volkswirt bei der Deutschen Bank, der spürbare Rückgang der Gesamtinflationsrate auf 7,4 Prozent im März habe sich im Großen und Ganzen „im Rahmen unserer Erwartungen bewegt – wenngleich wir mit einem noch stärkeren Absinken auf 7,2 Prozent gerechnet hatten“. Trotz des Rückgangs sei allerdings nicht davon auszugehen, „dass das Inflationsproblem schon bald wieder vom Tisch ist“. Der Rückgang beruhe vor allem auf statistischen Basiseffekten im Energiebereich.

„Abseits der Energiepreise gibt es noch keine belastbaren Anzeichen für eine nachhaltige Entspannung“, schreibt Becker. Im Gegenteil: Sowohl die Nahrungsmittelpreis- als auch die Kerninflationsrate sind im März sogar auf neue Höchststände im gegenwärtigen Inflationszyklus geklettert.“ Höhere Löhne im Dienstleistungssektor könnten die Kernrate „für längere Zeit über der Fünf-Prozent-Marke halten“. Das dürfte den Druck auf die EZB hochhalten, weiter an der Zinsschraube zu drehen.

DAX (WKN: 846900)

In der Eurozone ist die Kerninflation zuletzt auf ein neues Hoch gestiegen (5,7 nach zuvor 5,6 Prozent). In einem Kommentar von Peter Sidorov (Senior Economist bei der Deutschen Bank) heißt es daher, die März-Daten dürften die EZB nach der starken Aufwärts-Überraschung im Februar zwar etwas entlasten, aber die Kerninflation werde voraussichtlich trotzdem mit 5,5 bis 6 Prozent „unangenehm hoch“ bleiben. Dies könne in den kommenden Monaten zu weiteren, wenn auch langsameren Zinserhöhungen führen.

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