Bitcoin und Altcoins: Wo könnte sich jetzt der Boden ausbilden?
Der Rücksetzer in der vergangenen Woche war mehr als nur ein weiterer Dip. Bitcoin fiel bis in den Bereich um 60.000 US-Dollar – und lieferte damit eine Antwort, die schmerzt. Denn technisch betrachtet wurde ein entscheidender Punkt bestätigt: Der Markt hat ein Lower Low ausgebildet.
Damit ist die vielzitierte HH-HL-Regel gebrochen. Was bis zuletzt noch als Korrektur im laufenden Bullrun interpretiert werden konnte, wirkt inzwischen deutlich klarer: Aus Sicht der technischen Analyse sind wir damit offiziell im Bärenmarkt angekommen.
Besonders auffällig ist dabei das Verhalten des bisherigen Tops. Das Allzeithoch bei 126.000 US-Dollar vom 20.06.25 war nicht parabolisch, nicht euphorisch, nicht typisch für einen finalen Bullrun-Move. Kein Blow-off, keine FOMO. Das Hoch kam eher leise – und genau das macht es rückblickend so ungewöhnlich.
Ein Blick auf die Makro-Seite liefert jedoch ein gemischtes Bild. Der US-Arbeitsmarkt kühlt sichtbar ab: weniger offene Stellen, steigende Jobless Claims, auffällig hohe angekündigte Entlassungen. Gleichzeitig bleibt die Fed vorerst auf Kurs. Eine schnelle Zinswende ist nicht zu erwarten – aber Liquidität ist bereits im System.
Und genau das zeigt sich auch an den Aktienmärkten. Der Russell 2000 hat zuletzt überraschend stark zugelegt. Als klassisches Risk-on-Barometer reagiert er besonders sensibel auf Liquidität. Ein erstes positives Vorzeichen. Auch die großen US-Indizes stehen nahe ihrer Hochs: Der Dow markierte sogar ein neues Rekordniveau von über 50.000 Punkten.
Auch der US-Dollar spielt in dieser Phase eine zentrale Rolle. Der DXY bleibt schwach – historisch betrachtet ein Umfeld, das Risiko-Assets eher unterstützen sollte. Doch bislang reagieren Bitcoin und Altcoins noch nicht so, wie man es erwarten würde.
Wie weit Bitcoin jetzt noch fallen könnte, welche Szenarien realistisch sind, ob eine Relief-Rally bevorsteht – und warum Altcoins gerade in einer Bitcoin-Erholung plötzlich wieder interessant werden könnten –, analysiert Oliver Michel im ausführlichen Interview.
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Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bitcoin, Ethereum.
Heute, 14:57