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Foto: Deutsche Börse, Deutsche Börse
24.06.2003 DER AKTIONÄR

Wer hätte das gedacht?

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"Totgesagte leben länger" lautet eine alte Weisheit. Sie gilt nicht nur für unser alltägliches Leben, sie gilt auch für die Börse. So zum Beispiel für den Dax und den Euro. Beiden hatte man schon den Totenschein ausgestellt und sie für die ewige Ruhe zurechtgelegt, da kehrten sie ins Leben zurück: Der Euro kletterte innerhalb weniger Monate um 40 Prozent nach oben, der Dax legte in noch kürzerer Zeit um gar 50 Prozent zu. Stellt sich nun dem Anleger die Frage, wie er sich jetzt am besten verhalten sollte. Alles verkaufen und darauf spekulieren, dass die Börse einen kräftigen Rücksetzer machen wird? Oder nachkaufen?
In der Tat gibt es einige technische Indikatoren, die auf eine Konsolidierung schließen lassen. Andererseits sollte man auch sehen, dass eine Korrektur in den Medien quasi als ausgemachte Sache gilt. "50 Prozent Kursgewinn - da muss ja mal eine Korrektur kommen", so die einschlägigen Aussagen der Börsenexperten. Und exakt diese Selbstverständlichkeit ist es, die mich motiviert an eine Fortsetzung der Aktien-Rallye zu glauben. Denn je weniger Börsianer mit weiteren Kurssteigerungen rechnen, desto wahrscheinlicher werden diese. Und wie weit können sie gehen? Mit welchen Aktien kann man profitieren?
Ein exaktes Kursziel für eine Rallye zu geben, die ja noch immer teilweise durch massive Eindeckungskäufe angetrieben wird, ist äußerst schwer. Die Leserinnen und Leser vom AKTIONÄR hatten in einer Umfrage zum Jahresanfang 2003 einen Dax-Stand für Ende 2003 im Bereich zwischen 3.000 und 4.000 Punkten genannt (vgl. Ausgabe 3/2003). Diese Prognose halte ich für sehr zuverlässig. Nachdem wir nun die 3.000er-Marke geknackt haben, wäre durchaus eine Annäherung an die 4.000er-Linie möglich. In der aktuellen Titelstory nennen wir Ihnen einige Aktien, mit denen Sie dieses Potenzial voll ausschöpfen, wenn nicht sogar übertreffen können.
Fassen Sie also Mut und glauben Sie immer das Gegenteil von dem, was man Ihnen in den Medien weismachen möchte. Es könnte sich für Sie auszahlen.

Bernd Förtsch

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