Börsen-Achterbahn: Jetzt richtig handeln
Foto: Thomas Gebert
08.07.2020 Thomas Gebert

Kolumne: Aktienauswahl nach dem Prinzip der Trendstärke

-%
Morgan Stanley Knock-Out Solactive Gebert-Borsenindikator AR Index

Von Morgan Stanley gibt es ein Zertifikat, das zwei erfolgreiche Börsenstrategien kombiniert, den Börsenindikator und die Trendstärke.


Bei einem Kaufsignal des Indikators wird in die Momentum-stärksten Aktien der 100 größten deutschen börsennotierten Unternehmen investiert. Dazu wird bei einer Aktie des HDAX der aktuelle Kurs durch den Kurs vor 200 Werktagen dividiert. Diese Prozedur wird für die 29 vorhergehenden Börsenkurse wiederholt. Von diesen 30 Quotienten wird der Mittelwert gebildet und das Ganze für die anderen 99 HDAX-Aktien wiederholt. Dann wird eine Rangliste der 100 Mittelwerte erstellt und die zehn besten Aktien aus dieser Liste werden gekauft.


MEHR INFORMARTIONEN ZUM BÖRSENINDIKATORZERTIFIKAT FINDEN SIE HIER!

Dieses Procedere kann man schlecht selbst durchführen. Nicht, dass man nicht eine Excel-Tabelle führen könnte, sondern das Kaufen von Aktien, die bereits stark gestiegen sind, fällt so schwer. Wer kauft schon gern die Hellofresh-Aktie, nachdem diese bereits 50 Prozent angestiegen ist? Doch danach ging es weitere 100 Prozent nach oben.


Schnäppchenjäger aufgepasst

Viel leichter von der Hand geht ein Kauf von Aktien, die kürzlich im Kurs gefallen sind. Man wähnt sich dann in der irrigen Annahme, man hätte ein Schnäppchen erwischt. Doch leider wird man von diesen Werten oft weiter mit in die Tiefe gerissen. Das jüngste Beispiel Wirecard ist noch gar nicht so lange her. Nach den ersten Rückschlägen auf unter 100 Euro haben viele Anleger zugeschlagen in der Hoffnung ein gutes Geschäft gemacht zu haben.


Wirecard (WKN: 747206)

Auch strömten viele Anleger in der Lufthansa Aktie während ihres Sturzfluges in der festen Erwartung die Aktie würde bald wieder durchstarten. Dabei hält das Analysehaus Kepler Chevreux ein Kursziel von zwei Euro für Lufthansa bereit. Nicht alles was billig aussieht, ist auch günstig. So kontraintuitiv die Strategie der Trendstärke auch klingt - etwas teuer kaufen, statt billig - so erfolgreich ist sie.


Deutsche Lufthansa (WKN: 823212)

Zwei Strategien für die volle Schlagkraft

In den letzten drei Jahren konnte dieses „Kombinationspräparat“ von Morgan Stanley (WKN MF04W6) 70 Prozent zulegen während der DAX plus minus null notiert. Einmal im Monat wird bei diesem Zertifikat die Rangliste überprüft und gegebenenfalls Aktien, die an Momentum verloren haben durch stärkere ersetzt. In Rotphasen des Indikators setzt dieses Zertifikat auf Gold, Bundesanleihen fallende Aktienkurse.


Morgan Stanley Knock-Out Solactive Gebert-Borsenindikator AR Index (WKN: MF04W6)
Foto: Börsenmedien AG

Hinweis auf Interessenkonflikte:


Herr Bernd Förtsch, Verleger und Eigentümer der Börsen­medien AG, hält mittelbar eine wesentliche Beteiligung an der flatex AG, deren Tochtergesellschaft flatex Bank AG unter der Marke flatex Online-Brokerage betreibt.


Die flatex Bank AG erhebt für den Handel in Finanzinstrumenten in der Regel von ihren Kunden Ordergebühren. Die flatex Bank AG hat mit Morgan Stanley, Goldman Sachs, Deutsche Bank, UBS, Von­tobel, BNP Paribas und HSBC eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, wonach diese Institute den Status eines bevorzugten Partners von Hebelprodukten (Exchange Trade Products) haben und von ihnen emittierte Hebelprodukte durch die flatex Bank AG angeboten werden, die Kunden ohne oder mit reduzierten Ordergebühren handeln können. Die flatex Bank AG erhält in diesem Zusammenhang von Morgan Stanley, Goldman Sachs, Deutsche Bank, UBS, Vontobel, BNP Paribas und HSBC Vergütungen für den Vertrieb dieser Finanzinstrumente.

Buchtipp: Die Geschichte der Spekulationsblasen

Eigentlich sind wir alle ziemlich schlau. Nur das mit dem Geld klappt nicht so recht … und manchmal geht es sogar richtig schief. Doch warum nur? Mit „Die Geschichte der Spekulationsblasen“ macht sich John Kenneth Galbraith, einer der ganz großen Ökonomen des 20. Jahrhunderts, auf die Suche nach der Antwort. Und er sucht an den richtigen Stellen – den Finanz­katas­trophen der letzten vier Jahrhunderte: der Tulpenmanie des 17. Jahrhunderts, der Südseeblase im 18. Jahrhundert, den Hochrisiko-Anleihen im 20. Jahrhundert. Mit Geist und Witz erklärt Gal­braith die psychologischen Mechanismen hinter diesen Blasen … damit der Leser sie durchschaut und sich dagegen wappnen kann. Dieses Meisterwerk zum Thema Finanzpsychologie war vergriffen und wird nun im Börsenbuchverlag wieder aufgelegt.

Autoren: Galbraith, John Kenneth
Seitenanzahl: 128
Erscheinungstermin: 19.03.2020
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-677-6