Die Erleichterung an den Märkten ist am Donnerstagabend förmlich greifbar. US-Präsident Donald Trump hat die geplanten Militärschläge gegen den Iran überraschend abgeblasen. Händler atmen tief durch, während die Ölpreise rasant nach unten rauschen. Das ist bisher bekannt.
Was für eine dramatische Kehrtwende im Nahen Osten. Nur wenige Stunden nachdem US-Präsident Donald Trump noch mit brutalen Vergeltungsschlägen gedroht und ein Vorgehen gegen die iranische Ölinfrastruktur angekündigt hatte, folgte die überraschende Entspannung. Über seine Plattform Truth Social verkündete das Staatsoberhaupt, dass die für den Abend angesetzten Angriffe und Bombardierungen abgesagt wurden. Der Grund dafür seien diplomatische Fortschritte, die nun die höchste Führungsebene in Teheran erreicht haben. Laut Trump sei ein Rahmenabkommen in greifbarer Nähe, dessen Kernpunkte bereits von einer breiten Allianz unterstützt würden. Zu den beteiligten Staaten zählen unter anderem Israel, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, die Türkei und Ägypten.
Die Reaktion der Börsen ließ nicht lange auf sich warten. Die großen Aktienindizes an der Wall Street schossen unmittelbar nach der Ankündigung nach oben. Investoren, die sich wegen der geopolitischen Spannungen zurückgezogen hatten, griffen wieder beherzt zu. Gleichzeitig erlebte der Ölmarkt einen Dämpfer. Der Preis für die Nordseesorte Brent brach um fast vier Prozent ein und notierte damit wieder unter der Marke von 90 Dollar. Die Angst vor einer Zerstörung wichtiger Förderanlagen wich einer spürbaren Erleichterung über eine mögliche diplomatische Lösung.
Allerdings bleibt trotz der Euphorie eine gesunde Skepsis angebracht. Trump gab keine konkreten Details zu den tatsächlichen Zugeständnissen der Parteien bekannt. Zudem betonte er, dass die US-Seeblockade im Golf von Oman so lange in vollem Umfang aufrechterhalten wird, bis die Vereinbarung offiziell besiegelt ist. Ein genauer Termin für die Unterzeichnung soll aber in Kürze folgen.
Die Absage der Militärschläge bringt der Wall Street in Kauflaune. Solange die Seeblockade anhält und kein Vertrag unterschrieben ist, bleibt die Lage jedoch fragil. DER AKTIONÄR hält Sie auf dem Laufenden.
Heute, 19:50