DAX vor Fed‑Entscheid nervös: BMW‑Gewinnwarnung trifft den Markt

DAX vor Fed‑Entscheid nervös: BMW‑Gewinnwarnung trifft den Markt
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Michael Herrmann Heute, 17:51 Michael Herrmann

Der DAX hat am Mittwoch einen weiteren Anlauf auf die Marke von 25.000 Punkten genommen. Am Ende ist dieses Vorhaben erneut knapp gescheitert, auch wenn der Leitindex mit einem kleinen Plus von 0,1 Prozent aus dem Handel ging. Das reichte letztlich nur für einen Schlusskurs von 24.934,67 Punkten.

Die heute Abend stattfindende Zinsentscheidung der US-Notenbank sorgte am Mittwoch für einen unentschlossenen Gesamtmarkt in Deutschland. Anleger wollten sich im Vorfeld offenbar nicht klar positionieren.

Es ist die erste Sitzung unter dem neuen Fed-Chef Kevin Warsh. Zwar rechnet der Markt nicht mit einer raschen Zinsänderung, entscheidend dürften aber die Aussagen zur weiteren Geldpolitik sein. Besonders spannend ist dabei die Frage, wie unabhängig die Fed unter dem politischen Druck von US-Präsident Donald Trump agieren wird.

Für Unruhe am deutschen Aktienmarkt sorgte vor allem BMW. Der Autobauer hatte am Vorabend seine Prognose gesenkt und dabei auf die schwache Entwicklung in China sowie Belastungen durch den Iran-Krieg verwiesen.

BMW (WKN: 519000)

Künftig erwartet BMW nur noch eine operative Marge von ein bis drei Prozent. Zuvor hatte das Management vier bis sechs Prozent in Aussicht gestellt. Analysten sprachen teils von einer bedeutenden Gewinnwarnung.

Die BMW-Aktie brach zwischenzeitlich um bis zu zwölf Prozent ein und fiel auf den tiefsten Stand seit 2020. Zuletzt lag das Minus noch bei etwas über sechs Prozent. Auch andere Autowerte gerieten unter Druck: Mercedes-Benz verloren 4,3 Prozent, Volkswagen gaben 3,6 Prozent nach. Marktbeobachter werten die BMW-Warnung als mögliches Warnsignal für die gesamte Branche.

Deutlich besser lief es für Auto1. Die Aktie des Gebrauchtwagenhändlers sprang um 8,9 Prozent nach oben und machte damit die Verluste vom Vortag wett. Auf dem Kapitalmarkttag hatte das Unternehmen angekündigt, den Absatz mittelfristig auf 1,5 Millionen Fahrzeuge steigern zu wollen.

Auto1 (WKN: A2LQ88)

Gefragt waren zudem erneut Rüstungswerte sowie die Commerzbank. Rückenwind kam hier vom anhaltenden Kursanstieg der Unicredit, wodurch das Übernahmeangebot der Italiener attraktiver wird.

Im MDAX und SDAX zählten außerdem Aixtron und PVA Tepla mit Aufschlägen zu den Gewinnern. Positiv wirkte hier eine optimistische Einschätzung für die Chipbranche und deren Zulieferer.

Aixtron (WKN: A0WMPJ)

Bei Hapag-Lloyd flackerte derweil kurzzeitig Übernahmefantasie auf. Ein Medienbericht über mögliches Interesse des Konkurrenten MSC sorgte zunächst für ein deutliches Kursplus. Die Gewinne schmolzen jedoch schnell zusammen nachdem MSC die Berichte dementierte.

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