Im Zuge der allgemeinen Marktschwäche ging es zuletzt mit dem Robotic Index des AKTIONÄR wieder bergab, doch die Perspektiven stimmen weiter. So setzt etwa der Technologiekonzern Bosch angesichts der Krise im klassischen Automobilgeschäft stärker auf den rasant wachsenden Zukunftsmarkt humanoide Robotik.
Kurzfassung:
• Bosch will das stark wachsende Geschäft mit humanoiden Robotern zu einem „Geschäft in Milliardenhöhe“ ausbauen.
• Der Konzern konzentriert sich dabei auf Sensorik, Software und KI-Lösungen statt auf die Produktion eigener Roboter.
• Mit einer neuen Robotik-Tochter, einem Robotik-Zentrum in China und Kooperationen wie mit Neura Robotics stärkt Bosch seine Position im Zukunftsmarkt Robotik.
"Bosch bewegt die Zukunft - auf Rädern und mit Armen", sagte Bosch-Digitalchefin Tanja Rückert auf dem Branchentreff "Bosch Connected World" (BCW). Konzernchef Stefan Hartung machte deutlich, dass mit dem Aufkommen humanoider Roboter der Bedarf an Bosch-Lösungen rasant steige. Er stellte in Aussicht, dieses Segment zu einem "Geschäft in Milliardenhöhe" zu entwickeln.
Dabei verfolgt der Zulieferer-Riese eine klare Rollenverteilung: Bosch will nicht selbst als Hersteller humanoider Roboter auftreten, sondern als Partner das "Gehirn und Nervensystem" für diese Systeme liefern. Eine wichtige Rolle dabei spielen mikroelektromechanische Systeme (MEMS-Sensoren). Mit diesen Sensoren, in denen Bosch bereits Weltmarktführer ist, bekommen Roboter einen feinen Tastsinn, um etwa ein empfindliches Glas von einem robusten Gegenstand zu unterscheiden. Es ist ein höchst lukrativer Markt: Schätzungen zufolge soll das Marktvolumen für MEMS-Sensoren bis 2030 auf über 19,2 Milliarden US-Dollar anwachsen.
Um die Industrialisierung zu beschleunigen, hat der Konzern eigens die neue Einheit Robert Bosch Robotics GmbH gegründet und bündelt seine Aktivitäten für den asiatischen Markt im neuen Bosch Robotics Center China (BROC). Partnerschaften mit Start-ups wie dem deutschen Unternehmen Neura Robotics sollen die Entwicklung kognitiver Roboter vorantreiben. Als Basis für das Training von Künstlicher Intelligenz dient Bosch dabei ein in der Industrie einzigartiger Datenschatz aus weltweit über 230 eigenen Werken.
Der Trend geht ganz klar hin zu einem häufigeren Einsatz von Robotern in immer mehr Bereichen. Die Aussichten für den Robotic Index sind daher weiterhin gut. Eine Möglichkeit, um von einem möglichen Siegeszug zu profitieren, bietet das Indexzertifikat mit der WKN DA0ACB. Sehr Mutige können auch auf gehebelte Produkte auf den Robotic Index setzen.
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11.06.2026, 07:33