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25.10.2011 Manuel Koch

Wall Street im Minus - Netflix belastet Nasdaq Composite - Zahlen von UPS und 3M - FedEx stellt Saisonkräfte ein - NYSE-Fusion

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Schon gleich zu Handelsbeginn ging der Dow am Dienstag um gut 0,4 Prozent ins Minus, lag wieder unter der Marke von 11.900 Punkten. Ein Händler sagte auf dem Parkett: "Ich frage mich, ob die hohen Erwartungen an die Politik erfüllt werden." Bis zum EU-Gipfel werden die US-Märkte nervös bleiben, genauso wie die Anleger. Diese Nervosität merkte man auch sofort, als die Meldung kam, dass sich die EU-Finanzminister am Mittwoch nicht treffen würde. Gleich ging der Dow Jones um mehr als 1,0 Prozent ins Minus. 

Der anstehende Gipfel beherrscht also auch das Parkett der New York Stock Exchange. Die anfänglichen Hoffnungen mussten einigen Zweifeln weichen. 

Am Ende ging der Dow Jones mit einem Minus  von 1,7 Prozent und 11.707 Punkten aus dem Handel. Die Marke von 12.000 Punkten ist damit wieder in die Ferne gerückt. Händler sprachen auch davon, dass sich bei dieser Marke ein Widerstand befinden würde. Die Werte des Nasdaq Composite verloren 2,3 Prozent bei 2.638 Punkten. Die Verluste kamen auch durch den Absturz von Netflix. Der S&P 500 schloss bei 1.229 Zählern - das ist ein Minus von 2,0Prozent.

Die Internetvideothek Netflix hatte schon nachbörslich am Montagnachmittag die Quartalszahlen bekannt gegeben. Umsatz (822 Millionen Dollar) und Gewinn (62 Millionen Dollar) stiegen zwar, aber das Unternehmen musste einen Rückgang von über 800.000 Kunden bekannt geben. Vor allem wegen Preiserhöhungen verließen sie die Plattform. Das kam an der Börse gar nicht gut an. Die Aktie brach um fast 35 Prozent ein. 

Bessere Zahlen gab es von UPS. Der Logistik-Konzern steigerte den Gewinn um 5 Prozent auf 1,04 Milliarden Dollar, der Umsatz stieg um 8 Prozent auf 13,2 Milliarden Dollar. Auch der Ausblick sah positiv aus. Die Aktie wegen des Marktumfeldes 2,1 Prozent im Minus.

Schlechter sah es bei 3M aus. Der Mischkonzern musste einen Gewinnrückgang von 1 Prozent ausweisen, Experten hatten mit einem Plus gerechnet. Das Geschäft mit Flachbildschirmen lief besonders schlecht. Deswegen wurde auch die Prognose um 3-4 Prozent gesenkt. 3M-Chef Buckley sagte: "Das wirtschaftliche Umfeld ist weiter schwierig." Es gebe nur ein ganz langsames Wirtschaftswachstum. Die Aktie bei -6,3 Prozent.

Konjunkturdaten gab es am Dienstag ebenfalls. Das Verbrauchervertrauen ist deutlich schlechter ausgefallen als Analysten erwartet hatten. Es ist im Oktober auf 39,8 Punkte zurückgegangen, erwartet war ein Wert von 46 Punkten. Volkswirte sehen darin die Nachwirkungen der fallenden Kurse von Ende September und Anfang Oktober. 

Die Klage vom US-Mobilfunkunternehmen Sprint gegen eine Fusion von AT&T mit T-Mobile USA wird vermutlich abgelehnt. Bereits bei der ersten Anhörung äußerte die Richterin Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Klage. Man wolle den Wettbewerb, nicht den Wettbewerber schützen, sagte sie.

Der Logistikkonzern FedEx erwartet ein Rekord-Auslieferungsvolumen für die Weihnachtssaison. Deswegen will das Unternehmen rund 20.000 zusätzliche Saison-Arbeitskräfte einstellen. Man rechne mit 260 Millionen Auslieferungen. Das wäre ein Zuwachs von 12 Prozent. 

Die beiden Börsenbetreiber NYSE Euronext und die Deutsche Börse AG wollen der EU-Wettbewerbsbehörde ihre geplante  Fusion als Transaktion schmackhaft machen. Neue Rahmenbedingungen bei Derivaten und Aktienhandel in Europa sollen geschaffen werden. Eine Anhörung dazu gibt es am Donnerstag in Brüssel. 

Dienstag kommen nachbörslich die Zahlen vom Online-Handelshaus Amazon. Am Mittwoch dann die Quartalszahlen von Boeing, JetBlue, Visa und die Hypothekenanträge

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