20.02.2014 Manuel Koch

US-Börsen im Plus - Philly Fed Index stürzt ins Minus - Facebook kauft Whatsapp - Tesla-Aktie geht ins Plus - Wal-Mart enttäuscht

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DAX
Trendthema

Am Donnerstag gingen die US-Börsen zu Handelsbeginn ins Plus. Der Dow Jones gewann 0,1 Prozent hinzu.

Weiter im Fokus war die US-Notenbank. Im Fed-Protokoll am Vortag war zu lesen, dass die Notenbanker müssen eine möglicherweise frühere Anhebung der Leitzinsen (Forward Guidance) nachdenken. Bisher findet sich dafür aber keine Mehrheit. Die Fed hatte das Jahr 2015 als frühesten Zeitpunkt bisher dafür genannt. Die Drosselung der lockeren Geldpolitik um etwa zehn Milliarden pro Monat wird unterdessen fortgeführt.

Am Morgen ging der Blick von Konjunkturseite auf die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Diese sanken in der vergangenen Woche leicht um 3.000 auf 336.000. Der Philly Fed Index tendierte im Februar bei -6,3 Punkten, Experten hatten +7,4 Punkte erwartet. Der Konsumentenpreisindex stieg um 0,1 Prozent im Januar, die Frühindikatoren um 0,3 Prozent.

Zu Handelsende schloss der Dow Jones mit einem Gewinn von 0,6 Prozent bei 16.133 Punkten. Der Nasdaq Composite gewann 0,7 Prozent bei 4.268 Zählern dazu. Der breiter gefasste S&P 500 verbuchte einen Gewinn von 0,6 Prozent bei 1.840 Punkten.

Zu den Gewinnern im Dow zählten: Verizon (+3,4%), DuPont (+1,7%) und Exxon (+1,5%). Die größten Verlierer waren: Wal-Mart (-1,8%), Procter & Gamble (-0,3%) und General Electric (-0,2%).

Facebook (+2,3%) kauft für 19 Milliarden Dollar den SMS-Dienst Whatsapp. Die Summe fließt in bar und Aktienpaketen. Facebook war schon länger an Whatsapp interessiert. Nun konnte Mark Zuckerberg den Deal innerhalb von nur zehn Tagen perfekt machen, hieß es. Facebook hat mit der Abwanderung jüngerer Nutzer zu kämpfen. Diese will man jetzt durch Whatsapp möglichst zurückgewinnen. Der Dienst soll aber unabhängig werden. Datenschützer kritisieren den Zusammenschluss, weil die Daten beider Dienste verknüpft werden.

Die Kaufhauskette Wal-Mart (-1,8%) musste im vierten Geschäftsquartal bis Januar im Vergleich zum Vorjahr einen Gewinnrückgang von 21 Prozent auf 4,4 Milliarden Dollar verbuchen. Der Gesamtumsatz war um 2 Prozent auf 129,7 Milliarden Dollar gestiegen, vor allem weil neue Filialen eröffnet wurden. Im Ausland lief das Geschäft besonders schlecht. Aber auch im Inland hatte man mit höheren Steuern und schlechterem Zugang zu Krediten zu kämpfen. Auch die Aussichten im aktuellen Quartal hätten sich eingetrübt.

Der Elektro-Automobilhersteller Tesla (+8,4%) verkaufte 2013 insgesamt 22.500 Fahrzeuge, in diesem Jahr sollen es 35.000. Das Model S kostet mindestens 65.000 Euro. 2013 erwirtschaftet man trotz des Erfolgs ein Minus von 74 Millionen Dollar. Das lag vor allem auch an den hohen Herstellungs- und Vertriebskosten.

Am Freitag schauen wir von Konjunkturseite auf die bestehenden Hausverkäufe für Januar.