11.02.2014 Manuel Koch

US-Börsen im Plus - Fed-Chefin Janet Yellen will Notenbankpolitik fortsetzen - General Motors, Google, Sprint

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DAX
Trendthema

Am Dienstag gingen die US-Börsen zu Handelsbeginn ins Plus. Der Dow Jones gewann 0,2 Prozent hinzu. Im Streit um das US-Schuldenlimit könnte eine Einigung in Sicht sein. Laut Medienberichten wollen Abgeordnete der Republikaner die Schuldenobergrenze für ein Jahr anheben.

Am Morgen ging der Blick von Konjunkturseite auf die Großhandelsbestände. Diese stiegen im Dezember um 0,3  Prozent, Analysten hatten mit einem Anstieg von 0,6 Prozent gerechnet.

Die Märkte schauten aber am Vormittag nach Washington, wo die neue Fed-Chefin Janet Yellen im Vordergrund stand. Sie sprach zum ersten Mal in ihrer neuen Funktion vor dem US-Repräsentantenhaus. Sie sprach davon, dass die Notenbank ihre Politik "beständig" fortführen werde. Die milliardenschweren Anleihenkäufe sollen in "maßvollen Schritten" gedrosselt werden. Die Erholung auf dem Arbeitsmarkt hätte aber noch einen längeren Weg vor sich.

Zu Handelsende schloss der Dow Jones mit einem Minus von 0,5 Prozent bei 13.056 Punkten. Der Nasdaq Composite verlor 0,1 Prozent bei 3.040 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 verbuchte einen Verlust von 0,2 Prozent bei 1.388 Punkten.

Zu den Gewinnern im Dow zählten: Hewlett-Packard (+1,1%), Caterpillar (+0,9%) und Pfizer (+0,9%). Die größten Verlierer waren: IBM (-3,4%), Johnson & Johnson (-1,5%) und Intel (-1,4%).

Der Mobilfunkbetreiber Sprint (+2,7%) hat im abgelaufenen Quartal einen Verlust von 0,26 Dollar pro Aktie hinnehmen müssen, blieb dabei jedoch unter den Erwartungen von -0,35 Dollar. Der Umsatz stieg von 9,01 auf 9,14 Milliarden Dollar. Sprint ist der drittgrößte US-Mobilfunkanbieter und verzeichnete 2013 mit 53,9 Millionen Kunden einen neuen Rekordwert.

Der Suchmaschinenriese Google (+1,5%) hat Exxon Mobil hinter sich gelassen und ist nun der zweitwertvollste Konzern in den USA. Das Unternehmen hinter der am meisten besuchten Internetseite der Welt erschließt neue Märkte im Social Media- und Mobiltelefonsektor. Im vierten Quartal verzeichnete Google höhere Werbeeinnahmen und eine Gesamtklickzunahme. Dies führte zu Steigerung des Jahresumsatzes und Gewinnwachstums um jeweils 17 Prozent.

Die Lobbygruppe Better Markets verlangt eine Überprüfung der Rekordstrafe von 13 Milliarden Dollar gegen die Bank J.P. Morgan (+1,2%) Ende des vergangenen Jahres. Die Gruppe hält die Summe für zu niedrig und sieht auf Seiten der US-Regierung einen Interessenkonflikt. 

Die neue Chefin von General Motors (+1,0%), Mary Barra, kann mit einer Vergütung von 14,4 Millionen Dollar in diesem Jahr rechnen, das teilte der Konzern mit. Ihr Vorgänger hatte neun Millionen Dollar verdient. Ihr festes Gehalt liegt bei 1,6 Millionen Dollar. Hinzukommen Boni und Aktienpakete. Medien hatten zuvor spekuliert, dass sie als Frau eventuell weniger verdienen würde.

Am Mittwoch schauen wir von Konjunkturseite auf den US-Staatshaushalt für Januar und die Zahl der Hypothekenanträge. Quartalszahlen werden unter anderem von Cisco veröffentlicht.