13.02.2014 Manuel Koch

US-Börsen im Plus - Einzelhandel enttäuscht im Januar - Comcast will Time Warner Cable - Burger King, Cisco, PepsiCo

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DAX
Trendthema

Am Donnerstag gingen die US-Börsen zu Handelsbeginn ins Minus. Der Dow Jones verlor 0,6 Prozent.

Am Morgen ging der Blick von Konjunkturseite auf die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Diese stiegen in der vergangenen Woche um 8.000 auf 339.000. Die Einzelhandelsumsätze gingen im Januar um 0,4 Prozent zurück, Analysten hatten mit einer Stagnation gerechnet. Positiv wirkten sich dann die Lagerbestände aus. Sie waren deutlicher gestiegen als erwartet und der Dow Jones drehte wieder ins Plus.

Schuldenstreit beendet: Am Mittwoch hatte nun auch der US-Senat der Erhöhung der Staats-Schuldenobergrenze bis Mitte März 2015 zugestimmt. Am Dienstag stimmte bereits das Repräsentantenhaus dafür. Nun muss nur noch Präsident Obama das Gesetz unterschreiben.

Zu Handelsende schloss der Dow Jones mit einem Plus von 0,4 Prozent bei 16.028 Punkten. Der Nasdaq Composite gewann 0,9 Prozent bei 4.241 Zählern dazu. Der breiter gefasste S&P 500 verbuchte einen Verlust von 0,6 Prozent bei 1.830 Punkten.

Zu den Gewinnern im Dow zählten: AT&T (+1,7%), UnitedHealth Group (+1,4%) und Boeing (+1,1%). Die größten Verlierer waren: Cisco (-2,5%), 3M (-0,2%) und American Express (-0,1%).

Nun also doch: Der Kabelnetzbetreiber Comcast (-4,1%) schluckt Time Warner Cable (+7,0%) für 45,2 Milliarden Dollar. Zum Schlusskurs vom Mittwoch wäre das ein Aufschlag von 17 Prozent. Damit übernimmt die Nummer eins der Branche die Nummer zwei. Um die Zustimmung der Kartellwächter zu erhalten, will Comcast drei Millionen Kunden wieder abgeben.

Die Fast-Food-Kette Burger King (+1,1%) hat von globalem Wachstum, vor allem auf dem asiatischen Markt, profitiert. Im abgelaufenen Quartal verzeichnete die Fastfood-Kette einen Gewinn von 0,19 Dollar pro Aktie. Vor einem Jahr waren es nur 0,14 Dollar. Der Umsatz blieb knapp unter den Erwartungen bei 265 Milliarden Dollar.

PepsiCo (-2,2%) hält weiterhin einen zuversichtlichen Kurs. Der Gewinn im abgelaufenen Quartal betrug 1,12 Dollar pro Aktie, eine Steigerung von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahreswert. Gefördert durch die asiatischen und lateinamerikanischen Märkte wuchs der Umsatz auf 20,1 Milliarden Dollar. Vorstandsvorsitzende Indra Nooyi distanzierte sich von dem Vorschlag des radikalen Investors Nelson Peltz, Snackmarken wie Lays und Doritos auf Kosten der erfolgreichen Softdrinks in den Vordergrund zu rücken. Der Softdrinkumsatz ist rückläufig in Nordamerika, da gesundheitsbewusste Konsumenten vermehrt zu gesünderen Alternativen greifen.

Der Netzwerk-Spezialist Cisco Systems (-2,5%) musste im zweiten Geschäftsquartal einen schrumpfenden Umsatz von 8 Prozent auf 11,2 Milliarden Dollar hinnehmen. Der Gewinn halbierte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 1,4 Milliarden Dollar. Eine schwächere Nachfrage und fehlerhafte Produkte belasteten. Schon im Vorquartal hatte sich auch die Nachfrage in Schwellenländern abgeschwächt.

Apple (+1,6%) will laut Medienberichten schon im April eine neue Settopbox vorstellen. Zum ersten Mal soll es auch einen Zugang zu Bezahlfernsehen geben. Derzeit verhandle Apple u.a. mit Time Warner Cable

Am Freitag schauen wir von Konjunkturseite auf das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan, die Industrieproduktion und die Import- und Exportpreise.