11.03.2014 Andreas Groß

US-Börsen im Minus - Sorge um Kreditlage in China -Trend gegen Trinkgeld - Haschischverkauf bringt Steuereinnahmen - General Motors, JC Penney und La Jolla Pharma

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DAX
Trendthema

Auf dem Parkett wird gemunkelt, dass Anleger wegen der Kreditlage in China zurückhaltend sind. Vergangene Woche ist zum ersten mal ein chinesisches Unternehmen im Inland insolvent geworden. Peking fährt die staatlichen Stützräder ein und man fragt sich: Wer wird als nächstes umfallen. Und das ist auch der Grund, warum der Kupferpreis weiter nachgibt. Denn Kupfer ist in China ein wichtiges Finanzierunginstrument. Neue Konjunkturdaten aus China gibt es am Donnerstag.

Der Dollar steht günstig, deswegen planen viele einen Trip in die Staaten. Aber Vorsicht: Schauen sie genau auf ihre Rechnung. Immer mehr Restaurants gehen dazu über, Trinkgeld abzuschaffen und gleich in die Preise mit einzurechnen, um so die Kellner zu bezahlen.

Colorado ist der erste Bundesstaat, der den Verkauf von Haschisch eingeführt hat. Im ersten Monat hat man 14 Millionen Dollar umgesetzt und zwei Millionen Steuern eingefahren. Der Verkauf im Bundesstaat Washington startet Mitte des Jahres.

Die Investmentfirma AIS Capital Management hat Klage gegen die am Gold-Fixing beteiligten Banken eingereicht. Barclays, Deutsche Bank, HSBC Holdings, Bank of Nova Scotia und Societe Generale sollen sich beim Gold-Fixing abgestimmt haben. Es wird schwierig sein, das nachzuweisen, da das Wesen des Gold-Fixing die Absprache am Telefon beinhaltet.

Zu Handelsende schloss der Dow Jones mit einem Minus von 0,4 Prozent bei 16.351 Punkten. Der Nasdaq Composite verlor 0,6 Prozent bei 4.307 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 verbuchte einen Verlust von 0,5 Prozent bei 1.868 Punkten.

Zu den Gewinnern im Dow zählten: McDonald's (+3,8%), Visa (+0,8%) und Wal-Mart (+0,7%). Die größten Verlierer waren: Goldman Sachs (-2,1%), DuPont (-2,0%) und United Technologies (-1,8%).

Vor ein paar Tagen hatte General Motors (-5,2%) eine der größten Rückruf Aktionen gestartet. Fehler in der Elektrik werden in Verbindung gebracht mit 13 Toten. Jetzt hat die Regierung eine Untersuchung eingeleitet.

Citigroup kauft JC Penney (+3,0%), eine große Kaufhauskette in den USA. Analysten loben, dass JC Penney wieder zu seinen altenstärken zurückfindet.

Diese Woche stehen die Modelables im Fokus: Urban Outfitters (-4,3%) bleiben in der kalten Witterung die Kunden weg. Der Umsatz geht bald zehn Prozent Zurück. Vergleichbar enttäuschend lief es bei American Eagle Outfitters (-7,8%).

Ausreisser des Tages ist mit fast 70 Prozent La Jolla Pharma. Der Pharmakonzern meldet, dass man ein wirksames Mittel gegen Nierenleiden gefunden hat. Die Aktie steht kurz vor der Verdopplung.