23.01.2014 Manuel Koch

US-Börsen im Minus - Schuldenobergrenze zurück im Fokus - eBay, General Motors, IBM, McDonald's, Netflix

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DAX
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Am Donnerstag gingen die US-Börsen zu Handelsbeginn ins Minus. Der Dow Jones verlor 0,8 Prozent.

Den USA könnte laut US-Finanzminister Jack Lew schon Ende Februar die Zahlungsunfähigkeit drohen, sollte die Schuldenobergrenze nicht bald angehoben werden. Bis zum 7. Februar ist die Obergrenze noch ausgesetzt. Danach könnte noch kurz mit "außergewöhnlichen Maßnahmen" Geld locker gemacht werden. Im Februar muss der Staat 230 Milliarden Dollar an Steuern zurückzahlen.

Am Morgen ging der Blick auf die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Sie stiegen in der vergangenen Woche um 1.000 auf 326.000. die bestehenden Hausverkäufe lagen im Dezember bei 4,87 Millionen, Experten hatten mit 4,9 Millionen gerechnet. Die Frühindikatoren stiegen um 0,1 Prozent, Analysten hatten mit 0,2 Prozent gerechnet.

Das Online-Auktionshaus eBay (+1,0%) vermeldete für das vierte Quartal einen Umsatzanstieg von 13,5 Prozent auf 4,53 Milliarden Dollar. Der Gewinn legte von 751 auf 850 Millionen Dollar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu. Das lag leicht über den Erwartungen. Das Unternehmen profitiert vor allem von seinem Bezahldienst PayPal, der beim Umsatz 19 Prozent zulegen konnte. Die Quartalszahlen legten zudem einen Streit zwischen eBay und dem Investor Carl Icahn offen. Icahn hält knapp 0,8 Prozent am Konzern und sprach sich für eine Abspaltung der Tochter PayPal aus. Das eBay-Management lehnte das ab.

Zu Handelsende schloss der Dow Jones mit einem Minus von 1,1 Prozent bei 16.197 Punkten. Der Nasdaq Composite verlor 0,6 Prozent bei 4.219 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 verbuchte einen Verlust von 0,9 Prozent bei 1.829 Punkten.

Zu den Gewinnern im Dow zählten: AT&T (+1,4%), Verizon (+1,1%) und Merck (+0,5%). Die größten Verlierer waren: American Express (-2,2%), Boeing (-2,1%) und Visa (-2,0%).

Der Online-Videodienst Netflix (+16,5%) konnte im abgelaufenen Quartal den Nettogewinn auf 48 Millionen Dollar versechsfachen. Der Umsatz stieg auf 1,18 Milliarden Dollar. Weltweit konnte das Unternehmen 4 Millionen Neukunden gewinnen. Damit hat der kalifornische Konzern 44 Millionen Mitglieder. Diese zahlen im Monat acht Dollar, um das Angebot von Serien und Filmen nutzen zu können.

Die Schnell-Restaurant-Kette McDonald's (+0,5%) verkündete nahezu unveränderten Gewinn. Der Gewinn im letzten Quartal beläuft sich auf 1,397 Milliarden Dollar, ein minimaler Anstieg im Vergleich zum Vorjahreswert von 1,396 Milliarden Dollar. Während der Umsatz um zwei Prozent auf 7,09 Milliarden Dollar gestiegen ist, wuchs auch der Gewinn pro Aktie von 1,38 Dollar auf 1,40 Dollar. Chef Don Thompson bezeichnete 2013 als "Herausforderung". Die Fast-Food-Kette sah im vergangenen Jahr einen Rückgang der Nachfrage und leistete sich einige Patzer in der Öffentlichkeitswahrnehmung. So riet der Konzern etwa seinen eigenen Mitarbeitern auf Fast-Food zu verzichten.

Der chinesische Computer-Hersteller Lenevo kauft von IBM (+0,3%) einen Teil des Servergeschäfts für 2,3 Milliarden Dollar. Das Geschäft von sogenannten x86-Servern wechselt den Besitzer. 2005 hatte Lenovo bereits die PC-Sparte von IBM übernommen.

GM-Chef Dan Akerson sieht General Motors (-1,0%) auf dem Weg bis 2020 auf einer Höhe mit Volkswagen zu sein, wenn es um die Qualität geht. Wenn es um weltweite Verkaufszahlen geht, ist GM bereits auf Platz zwei vor VW, aber hinter Toyota.

Am Freitag schauen wir auf die Quartalszahlen von Procter & Gamble.