Kürzlich erschien im Nachrichtenportal Nikkei Asia ein Artikel über das Ausmaß der Zahlungsverpflichtungen der US-Tech-Riesen. Demnach gehen die diesbezüglichen Beträge nicht aus den Bilanzen hervor, sondern man müsse sie in aufwendiger Form in den Fußnoten zusammensuchen. Laut der Aussage von Nikkei Asia beläuft sich diese Position bei Alphabet, Microsoft, Amazon, Meta und Oracle auf insgesamt 1,65 Billionen Dollar. Das ist erheblich mehr als die 1,35 Billionen Dollar, die in den Bilanzen erfasst sind.
Die beschriebene Verschlechterung lässt sich an den Credit Default Swaps ablesen. CDS kann man als eine Art Versicherung gegen den Ausfall eines Schuldners beschreiben. Bei allen genannten Konzernen ist es zuletzt vorübergehend zu einem deutlichen Anstieg dieser „Angstprämie“ gekommen. Selbst der Preis, sich gegen einen Ausfall von Nvidia-Anleihen abzusichern, hat spürbar angezogen. Das US-Unternehmen finanziert inzwischen in großem Stil die Chip-Käufe diverser Kunden oder gewährt Bürgschaften.
Diese Form der Kundenfinanzierung war auch während des Dotcom- und New-Economy-Booms zu beobachten und hielt die damalige Blase bis Anfang 2000 am Laufen. Dann aber kam es bei den Finanzierungen zu massiven Ausfällen, was den Kreditgebern enorme Verluste bescherte. Im Aktien-Report „Alles auf Rot“ ist zu lesen, warum demnächst eine große Verschiebung weg von KI-Aktien hin zu Edelmetall- und Silberaktien anstehen könnte.
02.09.2026, 19:30
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