Der Goldpreis ist zuletzt erneut unter die Marke von 4.000 Dollar zurückgefallen. Derzeit kostet eine Feinunze 3.992 Dollar. Am Donnerstag verzeichnete das Edelmetall sogar den niedrigsten Schlussstand seit acht Monaten. Hintergrund waren die gestiegenen Spannungen im Nahen Osten, die sowohl die Ölpreise als auch die Renditen von US-Staatsanleihen nach oben trieben und damit neue Sorgen über Inflation und Zinsen auslösten. Die Analysten der Bank of America erwarten derweil, dass die laufende Korrektur sogar noch weiter geht.
Die Rohölpreise liegen in der Nähe ihrer höchsten Stände seit rund einem Monat. Die Sorge um die Energieversorgung aus dem Nahen Osten nahm zu, nachdem der Iran erklärt hatte, die Huthi-Rebellen im Jemen seien bereit, die Ölroute durch das Rote Meer zu schließen, falls die USA iranische Energieinfrastruktur angreifen sollten.
Nachdem zu Wochenbeginn sowohl die Verbraucher- als auch die Erzeugerpreisdaten in den USA schwächer als erwartet ausgefallen waren, gab es vorübergehend Hoffnung, was die Inflationsentwicklung angeht. Doch auch wenn einige Konjunkturdaten kurzfristig schwächer tendieren, erschweren es die hohen Energiepreise der Fed, einen lockereren geldpolitischen Kurs einzuschlagen.
Die technischen Analysten der Bank of America warnen davor, dass die laufende Korrektur noch nicht beendet sein könnte. Gold dürfte auch im August und September unter Druck bleiben, schrieb Paul Ciana von BofA in einer Mitteilung. Die Preise könnten demnach letztlich den Unterstützungsbereich bei rund 3.600 Dollar je Unze testen, bevor sich ein tragfähigerer Boden ausbildet. Die Bank of America erklärt aber weiter, dass sie niedrigere Goldpreise als Kaufchance sieht.
Kurzfristig ist Gold in jedem Fall angeschlagen. Charttechnisch wichtig wäre nun zunächst, dass das Junitief bei 3.944 Dollar nicht unterschritten wird. Die nächste Unterstützung wäre dann das Oktobertief 2025 bei 3.886 Dollar. Im Bereich von 3.600 Dollar verläuft eine waagrechte Unterstützung. Bei 3.500 Dollar wartet das Aprilhoch 2025 als Support.
Auch DER AKTIONÄR sieht eine Korrektur vom Goldpreis als Kaufchance. Investoren sollten sich deswegen auf die Lauer legen und ihre Positionen schrittweise ausbauen. Wer breit gestreut auf Goldminenwerte setzen will, liegt beim Best of Gold Miners Index des AKTIONÄR richtig. Alle wichtigen Infos dazu finden Sie hier. Mehr Infos zu den Edelmetallmärkten gibt es bei Goldfolio – dem Börsendienst für Gold- und Silberaktien.
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