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29.07.2021 Thomas Gebert

Gebert-Kolumne: Steht der Goldpreis unmittelbar vor einem Aufschwung?

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Gold

Das Gold und der Dollar sind negativ korreliert. Ein schwacher Dollar geht gewöhnlich mit einem steigenden Goldpreis einher und umgekehrt. Eine schwächere US-Währung ist aus zyklischer Sicht nun möglich. Das würde den Goldpreis beflügeln.


Beim Dollar lässt sich eine etwa 16-jährige Zyklik beobachten. Alle 15 Jahre und zehn Monate trat beim Dollarkurs - hier in der Grafik gegen die alte D-Mark - ein Gipfel auf. (Oben gleich starker Dollar, unten gleich schwacher Dollar)


An der Stelle, an der wir uns im Moment im Zyklus befinden, ging es in früheren Zyklen anschließend längere Zeit bergab mit dem Greenback. (rote Pfeile)


Mögliche Dollarschwäche in den nächsten Monaten

Da sich Dollar und Gold häufig gegenläufig verhalten, wie die nächste Grafik zeigt, sollte eine etwa 16-jährige Zyklik auch beim Gold zu beobachten sein.


Der Goldpreis (gelbe Linie) und der auf den Kopf gestellte Dollar-Index (blaue Linie)

Dazu habe ich einmal den aktuellen Goldpreis über den um 15 Jahre und zehn Monate nach rechts in die Zukunft verschobenen Goldpreis gelegt.


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Der Goldpreis (gelb) und der um 15 Jahre und 10 Monate in die Zukunft nach rechts verschobene Goldpreis

In den letzten acht Jahren bildete der Kursverlauf des Goldpreises eine Art flache Schale, genau wie 15 Jahre und zehn Monate zuvor. Danach ging es damals steil bergauf. Vielleicht stehen wir nun auch unmittelbar vor einem Kursaufschwung des Goldpreises. So steil wie beim letzten Mal wird es diesmal jedoch auf keinen Fall nach oben gehen. Damals traten zwei goldpreistreibende Entwicklungen auf, die sich so nicht wiederholen werden: die US-Anleiherendite sank von sechs Prozent auf 1,5 Prozent (sinkende Zinsen machen Gold attraktiver) und der Dollar verlor gegen den Euro 40 Prozent an Wert.


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Im Mai 2021 ist die Ampel für den Gebert-Indikator auf Rot gesprungen, der Index läuft daher zurzeit eher seitwärts. Zur Risikoabsicherung hält das Zertifikat in Rotphasen 20 Prozent Gold, 20 Prozent ShortDAX, 20 Prozent Bundesanleihen und 40 Prozent Cash.

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Foto: Börsenmedien AG

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