07.08.2015 Nikolas Kessler

DAX vor US-Arbeitsmarktdaten leicht im Minus: Apple, Tesla, Commerzbank und Allianz im Fokus

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DAX
Trendthema

Schwache Konjunkturdaten aus der deutschen Industrie und eine allgemeine Zurückhaltung vor Arbeitsmarktdaten aus den USA haben dem DAX am Freitag den Handelsstart verhagelt. Bis zum Mittag gab der Leitindex rund 0,2 Prozent auf 11.570 Punkte nach und weitete damit seine leichten Vortagesverluste aus.

Die deutsche Wirtschaft musste im Juni zwei Rückschläge verkraften und auch die Industrieproduktion in Frankreich schwächelt. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, sank die Produktion in Deutschlands verarbeitenden Gewerbe im Vergleich zum Vormonat, während Analysten mit einem moderaten Zuwachs gerechnet hatten. Ebenfalls schwach entwickelte sich der Außenhandel. Im zweitgrößten Euroland ging die Industrieproduktion ebenfalls zurück und lag damit unter den Markterwartungen.

Die am Nachmittag anstehenden Jobdaten aus den USA für den Juli werfen ebenfalls bereits ihre Schatten voraus, denn "keiner will auf dem falschen Fuß erwischt werden", wie ein Börsianer mit Blick auf den leicht schwächelnden Markt sagte. Gewartet wird auf Hinweise, ob bereits im kommenden Monat mit einer ersten Zinserhöhung der US-Notenbank Fed seit der Finanzkrise zu rechnen ist. Positive Signale dürften den Dollar weiter stärken und im Gegenzug den Euro drücken, wodurch der DAX weiter Auftrieb erhalten könnte. Negative Signale hätten die gegenteilige Wirkung. Ein schwacher Euro hilft deutschen Unternehmen, die ihre Waren außerhalb der Eurozone exportieren und macht zudem deutsche Aktien für US-Investoren interessanter.

Apple-Ausverkauf geht weiter: Wie weit fällt die Aktie?

Noch vor Kurzem sah es so aus, als würd die Aktie von Apple einen Angriff auf das bisherige Allzeithoch, das im Mai dieses Jahres bei 134,54 Dollar markiert wurde, starten. Zuletzt ist der Wert aber massiv unter Druck geraten und dabei auch unter die Unterstützung bei 120 Dollar und unter die 200-Tage-Linie gerutscht. Auch am Donnerstag verlor das Papier, allerdings moderat um 0,2 Prozent auf 115,13 Dollar. Vor allem Gerüchte über einen sinkenden Marktanteil in China bereiten Sorgen.

Schlimme Nachrichten bei Commerzbank

Imtech Deutschland, Tochter des niederländischen Gebäudeausrüsters Royal Imtech (Imtech), hat Insolvenzanztrag gestellt. Davon ist nicht nur die Muttergesellschaft direkt betroffen, die Auswirkungen reichen auch in die deutsche Bankenlandschaft. Die Commerzbank beispielsweise erleidet hohe Verluste.

Allianz: Warum fällt die Aktie?

Im frühen Handel geht es mit der Mehrheit der DAX-Titel zunächst bergab. Einer der schwächsten Werte ist dabei die Aktie des Münchner Versicherungsriesen Allianz, die kurz nach dem Beginn des Parketthandels mehr als ein Prozent verlieren. Offenbar schmecken einigen Marktteilnehmern die heute vorgelegten Zahlen für das zweite Quartal nicht sonderlich.

Horrorvorstellung bei Tesla – Model S stoppt

Das ist wohl die Horrorvorstellung eines jeden Autofahrers. Stellen Sie sich vor, Sie fahren mit ihrem Fahrzeug, doch es reagiert nicht mehr auf Sie – Bremsen und Gasgeben funktioniert nicht mehr. So geschehen bei Teslas Model S. Sicherheitsexperten haben es geschafft, das Modell während der Fahrt zu hacken und das Auto zum Anhalten zu zwingen.

(Mit Material von dpa-AFX)

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Bekannt wurde er mit Langfriststrategien. Doch in seinem neuen Buch widmet sich Börsenexperte Thomas Gebert nun Kurzfriststrategien: Wie bekommt man die kurzfristigen Bewegungen der Aktienkurse in den Griff? Der Schlüssel liegt einerseits in einer speziellen Deutung der Candlestick-Charts, mit denen sich relative Stimmungsextreme diagnostizieren lassen, und andererseits in einem bestimmten Rhythmus, in dem die Kurse schwingen. Die Kombination, auf den emotionalen Umschwung zu warten und ihn zum richtigen Zeitpunkt zu erkennen, macht es möglich, die unmittelbare Richtung des DAX einzuschätzen. Gebert erklärt zudem, wie er zu seiner überaus treffsicheren 2-Wochen-Prognose in seinem beliebten „GebertBrief“ kommt.

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