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10.08.2015 Nikolas Kessler

DAX vor freundlichem Wochenstart: Positive Vorgaben aus Übersee

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DAX

Positive Vorgaben aus Übersee dürften am deutschen Aktienmarkt für einen freundlichen Start in die Woche sorgen. Eine halbe Stunde vor Handelsbeginn steht der DAX am Montagmorgen 0,55 Prozent höher auf 11.560 Punkten. Gegen Ende der vergangenen Woche hatte das wichtigste deutsche Börsenbarometer nach einem guten Lauf ein Stück weit zurückgesetzt. Auf der Konjunktur- und Unternehmensseite geht es am Montag noch eher ruhig zu, bevor im weiteren Wochenverlauf die Berichtssaison der Unternehmen sowie Wirtschaftsdaten für frische Impulse sorgen dürften. Die Anleger achten dann insbesondere auf die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland, die Industrieproduktion in der Eurozone sowie Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal.

Die Börsen in Asien haben am Montag überwiegend zugelegt. An den China-Börsen gewannen die Indizes bis über drei Prozent. Insbesondere Aktien von Industrie- und Telekom-Unternehmen waren gefragt. Investoren spekulierten, dass die Regierung Fusionen unter staatlichen Betrieben beschleunigen wird. Das überlagerte schwache Konjunkturdaten: Die Herstellerpreise waren im Juni so niedrig wie seit 2009 nicht mehr, die Exporte stärker als erwartet gefallen. Die regionale Benchmark, der MSCI Asia Pacific Index, lag um 6.40 Uhr MESZ bei 141,20 Zählern 0,1 Prozent im Plus. In Tokio gewann der Nikkei 225 Index 0,3 Prozent. Unterstützung brachten positive Unternehmensergebnisse.

DEVISENMÄRKTE:

Der Euro ist am frühen Morgen kaum verändert bei 1,0967 Dollar gehandelt worden. Am Freitag hatte die Gemeinschaftswährung 0,4 Prozent gewonnen.

Der Schweizer Franken lag zum Euro 0,1 Prozent tiefer bei 1,0782 Franken. Zum Dollar war der Franken 0,1 Prozent stärker bei 0,9829 Franken.

ROHSTOFFMÄRKTE:

Die Ölpreise haben weiter nachgegeben. In den USA ist die Zahl der aktiven Förderanlage die dritte Woche in Folge angestiegen. Laut Daten von Baker Hughes Inc. nahm die Zahl um sechs zu auf 670. Investoren gehen davon aus, dass die weltweite Ölflut anhalten wird. Analysten der Société Générale haben ihre Prognose für den WTI-Ölpreis im dritten Quartal um 12,20 Dollar je Barrel auf 47,80 Dollar je Barrel gesenkt. Die US-Bank JPMorgan verringerte ihre Durchschnittsprognose für das zweite Halbjahr für WTI auf 44 Dollar und für Brent auf 50 Dollar je Barrel. “Wir erwarten keinesfalls, dass sich die Ölpreise in der zweiten Jahreshälfte erholen”, sagte Mark Pervan, Leiter der Rohstoffanalyse bei der Australia & New Zealand Banking Group Ltd. in Melbourne, im Interview mit Bloomberg TV. “Es ist wirklich das Angebot, das die Dinge bestimmt.” Der September-Terminkontrakt für WTI-Öl lag am Morgen 0,6 Prozent tiefer bei 43,61 Dollar je Barrel. Brent notierte am Terminmarkt bei 48,28 Dollar je Barrel und war damit 0,7 Prozent billiger.

Der Goldpreis hat leicht zugelegt, kommt für dieses Jahr allerdings auf ein Minus von 7,7 Prozent. Die Unze Gold kostete am Kassamarkt 1.094,78 Dollar und war damit 0,1 Prozent teurer. US- Arbeitsmarktdaten am Freitag hatten die Erwartung gestärkt, dass die Federal Reserve die Zinsen anheben wird. Investoren wenden sich von Gold auch ab, da die Aussichten für die erste Zinsanhebung seit 2006 den Dollar stärken. “Wenn die übrigen Konjunkturdaten in diesem Monat ebenfalls nach oben weisen, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass wir in den USA bald steigende Zinsen sehen und das wird die Edelmetalle weiter belasten”, sagte Liu Yongfu, Analyst bei dem Hedgefonds Shanghai Chaos Investment Group Co. in Schanghai.

(Mit Material von dpa-AFX und Bloomberg)


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