06.01.2016 Michael Schröder

DAX startet nach gemischten Vorgaben schwächer

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DAX
Trendthema

Der deutsche Aktienmarkt eröffnet am Mittwoch nach seinem Stabilisierungsversuch am Vortag mit Verlusten. Analyst Michael Hewson vom Broker CMC Markets UK sieht das Marktgeschehen weiterhin von Sorgen um das globale Wirtschaftswachstum, den Spannungen zwischen dem Iran und Saudi-Arabien sowie dem eskalierenden Atomstreit mit Nordkorea bestimmt. So testete Nordkorea nach eigenen Angaben erstmals eine Wasserstoffbombe.

Die Wall Street hat nach einem schwachen Jahresauftakt am Dienstag keine klare Richtung gefunden und schloss kaum unverändert. Als Kursstütze erwies sich die Beruhigung der Lage an Chinas Börsen. Sie waren am Montag wegen schwacher Konjunkturdaten eingebrochen und hatten die Aktienmärkte weltweit mit nach unten gezogen. Dagegen drückten der starke US-Dollar, der
amerikanische Produkte für Käufer im Ausland verteuert, sowie enttäuschende Absatzzahlen der heimischen Autobauer auf die Stimmung.

An den meisten asiatischen Börsen ging es den dritten Tag in Folge bergab, nachdem China den Yuan abgewertet hat, um den Export anzukurbeln. Das schürte weitere Sorgen um die wirtschaftliche Lage des Landes. Der Nikkei-225-Index in Tokio fiel um ein Prozent und der
Hang-Seng-Index in Hongkong gab ebenfalls nach. Chinas Festland-Börsen zeigten sich dagegen freundlich nach dem Eingreifen der Regierung. Börsianer gingen von Stützungskäufen staatlicher Fonds aus.

Am Mittwochabend gewährt die US-Notenbank Fed Einblicke in das Protokoll ihrer letzten Sitzung. Im Dezember hatten die Währungshüter erstmals seit der Finanzkrise den Leitzins erhöht. Am Donnerstag könnten neueste Erhebungen zum Auftragseingang der Industrie in Deutschland sowie das Wirtschafts- und Industrievertrauen der EU bewegen, am Freitag dann die Industrieproduktion aus Deutschland. Zentrales Ereignis ist aber am Freitag die Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts für Dezember. Fallen die Daten gut aus, dürfte sich die Fed in ihrer jüngst eingeleiteten Zinswende bestätigt fühlen.

(Mit Material von dpa-AFX)

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