03.08.2015 Nikolas Kessler

DAX startet kaum verändert in die neue Woche: Commerzbank und Nokia-Deal im Fokus

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DAX
Trendthema

Der deutsche Aktienmarkt wird am Montag ohne klare neue Impulse zunächst kaum verändert erwartet. 40 Minuten vor Handelsbeginn steht der DAX 0,2 Prozent im Minus bei 11.280 Punkten. Für den Monat Juli hatte der Leitindex ein Plus von 3,3 Prozent verbucht. Zum Wochenstart soll die griechische Börse wieder geöffnet werden. Hohe Kursverluste werden erwartet. Zuletzt wurde in Athen am 26. Juni gehandelt.

Überwiegend enttäuschende Unternehmenszahlen haben die wichtigsten US-Aktienindizes am Freitag leicht belastet. Zudem zeichneten die Konjunkturdaten kein eindeutiges Bild: Während der Inflationsdruck abzunehmen scheint, stehen die Signale in der industriell sehr wichtigen Region Chicago wieder auf Wachstum. Unter dem Strich lasen die Anleger daraus keine eindeutigen Hinweis, wann die US-Notenbank wieder den Leitzins erhöhen könnte. Der Dow Jones Industrial konnte sich nur kurz in der Gewinnzone halten und fiel am Ende um 0,31 Prozent auf 17.690 Punkte.

Die Asienbörsen sind mit Verlusten in die neue Handelswoche gestartet. In China war der offizielle Einkaufsmanagerindex im Juli auf 50 zurückgefallen - den niedrigsten Wert seit fünf Monaten. Chinesische Börsenindizes gaben zwischen gut einem Prozent und knapp drei Prozent nach. Die regionale Benchmark, der MSCI Asia Pacific Index, lag um 7.00 Uhr MESZ bei 140,97 Zählern 0,8 Prozent im Minus. In Tokio verlor der Nikkei 225 Index 0,3 Prozent. „Generell gilt die Ansicht, wenn wir in den August kommen, wird der Markt schwächer sein, es gibt eine Sommerflaute”, sagte Shoju Hirakawa, Chef-Aktienstratege bei Okasan Securities Co.in Tokio. Auch würde die Unternehmensergebnisse weiter steigende Kurse nicht erwarten lassen. Aktien von Nippon Sheet Glass Co. verbilligten sich um sieben Prozent. SMBC Nikko Securities Inc. hatte das Ergebnis “leicht negativ” genannt. Hingegen stieg der Kurs bei Suzuki Motor Corp. um 4,6 Prozent. Der aktivistische Investor Daniel Loeb teilte den Erwerb einer Beteiligung an dem Autobauer mit. Nach einem Ergebnis, das die Erwartungen überstieg, gewannen Aktien von Honda Motor Co. 8,5 Prozent.

DEVISENMÄRKTE:

Der Euro ist am frühen Morgen kaum verändert bei 1,0982 Dollar gehandelt worden. Am Freitag hatte die Gemeinschaftswährung 0,5 Prozent gewonnen. Strategen in einer Umfrage von Bloomberg sehen den Euro zum Jahresende im Median bei 1,05 Dollar, bevor eine Erholung einsetzt auf 1,06 Dollar im Jahr 2016 und auf 1,11 Dollar im darauffolgenden Jahr.

Der Schweizer Franken lag zum Euro 0,2 Prozent höher bei 1,0598 Franken. Zum Dollar war der Franken 0,1 Prozent stärker bei 0,9653 Franken.

ROHSTOFFMÄRKTE:

Die Ölpreise sind zu Wochenbeginn weiter gesunken und haben damit ihren größten monatlichen Rutsch seit fast sieben Jahren noch ausgeweitet. Der Iran hatte erklärt, er könne nach der Aufhebung der Sanktionen seine Ölproduktion binnen einer Woche um 500.000 Barrel täglich erhöhen, und um ein Million Barrel im darauffolgenden Monat. “Wenn der Iran in der Lage ist, seine Produktion auf das geschätzte Volumen zu steigern, werden die Ölpreise weiter sinken, denn damit wird das bestehende Überangebot noch verstärkt”, sagte Hong Sung Ki, Rohstoffanalyst bei Samsung Futures Inc. Schwächere Konjunkturdaten aus China und den USA würden zudem für eine geringere Nachfrage sorgen. Der September-Terminkontrakt für WTI-Öl lag am Morgen 0,7 Prozent niedriger bei 46,81 Dollar je Barrel. Brent notierte am Terminmarkt bei 51,83 Dollar je Barrel und war damit 0,7 Prozent billiger.

Der Goldpreis hat seitwärts tendiert. Vermögensverwalter hielten die zweite Woche in Folge mehr Netto-Short-Positionen, nachdem die US-Notenbank bekräftigt hatte, auf Kurs zu liegen für eine Anhebung der Zinsen. Die Unze Gold kostete am Kassamarkt 1095,98 Dollar. Investoren hätten mit Gold viel Geld verloren, sagte Jake Klein, Executive Chairman von Evolution Mining Ltd., im Interview mit Bloomberg TV im australischen Kalgoorlie. Der Wert von börsengehandelten, mit Gold unterlegten Produkten (ETP), ist im vergangenen Monat um sechs Mrd. Dollar abgeschmolzen, wie aus Daten von Bloomberg hervorgeht.

Deal perfekt - Audi, BMW und Daimler kaufen Nokia-Karten

Der Kartendienst Here des finnischen Telekomausrüsters Nokia geht wie erwartet an ein Konsortium der deutschen Autobauer Daimler, BMW und Audi. Inklusive Schulden werde das Unternehmen dabei mit 2,8 Milliarden Euro bewertet, teilte Nokia am Montag mit. Die drei Partner übernehmen Here jeweils zu gleichen Teilen, wobei keiner von ihnen eine Mehrheit anstrebt.

Commerzbank macht Fortschritte - Dividende geplant!

Die Commerzbank gewinnt auf ihrem Erholungskurs an Fahrt. Im zweiten Quartal konnte die Bank ihren Nettogewinn gegenüber dem Vorjahreszeitraum fast verdreifachen. Damit übertraf das zweitgrößte deutsche Geldhaus die Erwartungen der Analysten. Dabei profitierte die Bank vor allem von kräftigen Zuwächsen im Privatkundengeschäft.

(Mit Material von Bloomberg und dpa-AFX)


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