22.09.2014 Stefan Sommer

DAX schwächerer Wochenauftakt erwartet: Siemens, Bayer, Gold, Deutsche Bank, Commerzbank im Fokus

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TecDAX
Trendthema

Ein schwächerer Trend in Übersee dürfte auch im DAX für einen negativen Wochenauftakt sorgen. Nach plus anderthalb Prozent in der Vorwoche taxiert der Broker IG den deutschen Leitindex am Morgen 0,49 Prozent tiefer auf 9.751 Punkte. Die wichtigsten US-Indizes hatten am Freitag weitere Rekorde oder zumindest langjährige Höchststände erreicht, ihre Gewinne bis zum Ende aber komplett wieder abgegeben. Der Future auf den Dow Jones Industrial rutschte seit dem Xetra-Schluss am Freitag um 0,49 Prozent ab. Auch in Asien ist die Kurstafel am Morgen tiefrot. Die Tagesagenda zeigt sich ohne große Impulsgeber. Ein Auge dürften die Börsianer auf Indexneulinge im MDAX, Deutschen Annington und Kion , werfen. Zudem steht Siemens nach einer Milliardenübernahme in den USA und dem Verkauf des 50-prozentigen Anteils an einem Gemeinschaftsunternehmen mit Bosch im Fokus.

Milliarden-Transaktion bei Siemens – Aktie bald dreistellig?

Siemens-Chef Joe Kaeser treibt den Umbau des Elektrokonzerns voran. In den USA wollen sich die Siemensianer den Kompressoren-Hersteller Dresser-Rand einverleiben. Im Gegenzug wird der 50-Prozent-Anteil am Joint Venture BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH (BSH) verkauft.

Bayer: Kunststoffsparte ein Kandidat für den DAX

Bayer will sich wie berichtet auf das Pharmageschäft und die Agrarchemie konzentrieren. Der Konzern will deshalb das abgespaltene Kunststoffgeschäft an die Börse bringen. Bayer-Chef Marijn Dekkers sieht darin einen DAX-Kandidaten.

Gold: Die Superreichen kaufen

Der Goldpreis befindet sich auf dem Abstellgleis. Immer tiefer. Jeden Tag. Die Anleger flüchten regelrecht aus dem Edelmetall. Alle Anleger? Offensichtlich nicht. Denn die Superreichen scheinen geradeihre Vorliebe für Gold entdeckt zu haben. Nach einem Bericht des Telegraph zufolge sind bei ihnen vor allem 12,5 Kilogramm Barren sehr beliebt.

Deutsche Bank, Commerzbank und Co: Cool bleiben, bitte!

Deutschlands Privatbanken mahnen zur Besonnenheit im Umgang mit möglichen Durchfallern bei den Bankentests der EZB. Man solle die betreffenden Unternehmen nicht fallen lassen, so der Appell eines Experten. Unterdessen sind Bank-Aktien weiterhin gefragt.

(Mit Material von dpa-AFX)