07.04.2014 Stefan Sommer

DAX leichter erwartet: Deutsche Bank, BMW, Commerzbank, HeidelbergCement im Fokus

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DAX
Trendthema

Die schwache Entwicklung der US-Technologiewerte drückt am Montagmorgen auch auf den deutschen Aktienmarkt. Der Broker IG erwartete den DAX vor Börsenstart 0,82 Prozent tiefer bei 9616 Punkten. Die Aktien holten die negative Vorgabe bei ansonsten recht dünner Nachrichtenlage nach, sagte Händler James Wright von Ayondo. Der Future auf den Dow Jones Industrial verlor 0,89 Prozent seit dem Xetra-Schluss am Freitag. In Asien büßten die japanischen Indizes rund anderthalb Prozent ein, der chinesische Markt ist geschlossen. Ansonsten sei die Nachrichtenlage laut Wright dünn. Der Kalender gibt ebenfalls nicht sehr viel her. Auf Unternehmensseite ist heute zu beachten, dass die im DAX gelisteten Vorzüge von Henkel am Montag ex Dividende gehandelt werden. Der Konsumgüterhersteller schüttet 1,22 Euro je Vorzugsaktie und 1,20 Euro je Stammaktie an seine Anteilseigner aus.

„Deutsche Bank bietet mehr Chancen als Commerzbank“

Die Börse steht auf die Commerzbank-Aktie. Der Kurs hat sich seit Juli mehr als verdoppelt. Die Aktie der Deutschen Bank lassen die Anleger hingegen links liegen. „Mittlerweile ist das schwer nachzuvollziehen“, sagt Analyst Philipp Häßler von Equinet. Wendet sich bald das Blatt?

BMW gibt kräftig Gas: Aktie jubelt

Der bayerische Autohersteller BMW hat seine Absatzprognose von weltweit zwei Millionen Fahrzeugen in diesem Jahr bekräftigt. "Wir werden dieses Absatzziel nicht 2016, sondern aller Voraussicht nach schon 2014 überschreiten - vorausgesetzt, es gibt keine politischen Krisen, die sich negativ auf die wirtschaftliche Entwicklung auswirken", sagte BMW-Vorstandschef Norbert Reithofer der "Automobilwoche". Reithofer rechtfertigte zudem den Bau großer SUV¦s wie dem X7. Denn besonders in den USA und in China sei nach Nachfrage nach entsprechenden Modellen hoch. Das US-Werk in Spartanburg werde ausgebaut. Die Kapazität in der Fabrik in South Carolina steige bis 2016 von derzeit 300.000 auf 450.000 Fahrzeuge pro Jahr, sagte Reithofer weiter.

Commerzbank-Aktie: Franzosen erteilen Absage

Die französische Großbank Société Générale hat kein Interesse an der als Übernahmekandidat gehandelten Commerzbank. "Der deutsche Markt für Privatkunden ist wenig profitabel. Wir sind nicht daran interessiert, unserem Geschäft nur Größe ohne ausreichende Synergien hinzuzufügen", sagte Vorstandschef Frédéric Oudéa der "Wirtschaftswoche". Die Priorität liege auf organischem Wachstum. In Deutschland sei die Bank stark in Bereichen wie Leasing, Handelsfinanzierung und Investmentbanking, in die man weiter investieren wolle.

HeidelbergCement: Lafarge und Holcim sorgen für Paukenschlag

Großfusion auf dem Zementmarkt: Die beiden größten Hersteller Holcim und Lafarge schließen sich zusammen. Holcim biete für eine Lafarge-Aktie jeweils ein eigenes Papier, teilte das Schweizer Unternehmen mit. Beide Verwaltungsräte hätten dem Zusammenschluss einstimmig zugestimmt.

(Mit Material von dpa-AFX)