15.01.2016 Nikolas Kessler

DAX findet keinen Halt: Dialog Semiconductor, Royal Dutch Shell, Apple, Renault, BMW, Daimler, VW, Tesla, Salzgitter, Facebook und Deutsche Telekom im Fokus

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TecDAX
Trendthema

Der deutsche Aktienmarkt findet zum Wochenausklang keinen Halt. Bis zu Mitte des Handelstages ist der DAX um 1,5 Prozent auf 9.675 Punkte abgerutscht. Neben dem steigenden Euro drücken vor allem die fallenden Ölpreise auf die Stimmung – der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI ist zwischenzeitlich unter die Marke von 30 Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit 2003 gefallen. Am Nachmittag könnten noch diverse US-Konjunkturdaten für Impulse sorgen.

Dialog Semiconductor vorbörslich mit gewaltigem Kurssprung – Sonderzahlung füllt die Kassen

Den milliardenschweren Zukaufplänen des Chipherstellers Dialog Semiconductor droht das endgültige Aus. Der TecDAX-Konzern will im Bieterkampf um den US-Rivalen Atmel nicht nachlegen. Das habe der Vorstand beschlossen, teilte Dialog am Donnerstag nach Börsenschluss mit.

Royal Dutch Shell: Banger Blick auf Montag

Die Ölpreise stehen weiterhin unter Druck und rutschten im Wochenverlauf erstmals seit 2008 zwischenzeitlich wieder unter die Marke von 30 Dollar. Dies belastet natürlich auch die Aktienkurse der Öl- und Gasproduzenten weltweit wie etwa Royal Dutch Shell. Am Montag könnte der Preis für Rohöl zusätzlich unter Druck geraten.

Apple: Keine Panik trotz iPhone-Sorgen – 35-Prozent-Potenzial?

Die Apple-Aktie kam zuletzt deutlich unter die Räder. Seit Anfang Dezember verlor die Aktie 20 Prozent. Das KGV ist infolgedessen auf 11 gesunken. Grund für den Kursrückgang sind die neuen iPhone-Sorgen, von denen das Wirtschaftsmagazin Nikkei berichtete. Analyst Markus Friebel von Independent Research warnt indes vor ungerechtfertigter Panik bei Apple.

Experte erwartet schreckliches Börsenjahr: "Verkaufen Sie alles!"

China hat den DAX und die anderen wichtigen Indizes Anfang 2016 mächtig durcheinander gewirbelt. Doch laut der Royal Bank of Scotland war das nur ein Vorgeschmack auf das, was uns noch erwartet: und zwar üble Zeiten.

Horrorszenario bei Renault vermieden – wie reagieren VW, BMW und Daimler?

Die schlimmsten Befürchtungen sind nicht eingetreten. Am Donnerstag waren Gerüchte aufgekommen, dass Renault ähnlich wie Volkswagen eine Betrugssoftware bei Abgaswerten eingesetzt hat. Inzwischen ist aber klar, dass die Anti-Betrugs-Ermittler bei dem französischen Autohersteller keine solche Software gefunden haben.

Salzgitter-Aktie mit Mehrjahrestief: Der nächste Schlag

Im schwachen Marktumfeld ist zuletzt auch die Aktie von Salzgitter wieder unter Druck geraten. Der Stahlhersteller setzt damit seine jahrelange Talfahrt fort. Vor allem die anhaltend niedrigen Stahlpreise bereiten Sorgen. Nach einem Urteil des Bundesfinanzhofes kommen nun weitere Kosten auf den MDAX-Konzern zu.

BMW, VW, Tesla und Co: Tolle Elektroauto-News aus Deutschland

Deutschland will bis 2020 eine Millionen Elektroautos auf die Straßen bringen. Davon ist man momentan meilenweit entfernt. Laut Schätzungen von Bitkom sind aktuell lediglich 29.000 Elektroautos hierzulande unterwegs. Andere Prognosen sind noch deutlich pessimistischer. Grund für die schleppende Entwicklung sind vor allem die fehlenden staatlichen Anreize.

Facebook bleibt trotz Kursrutsch Analystenliebling – Aktie startet Erholung

Auch die Facebook-Aktie konnte sich dem schwachen Gesamtmarkt zu Jahresbeginn nicht entziehen. In Folge der China-Sorgen ging es kräftig nach unten. Die 100-Dollar-Marke wurde wieder unterschritten. Am Donnerstag setzte das Papier zu einem Erholungsversuch an. Bullishe Analystenstimmen und ein starker Nasdaq sorgten für ein deutliches Kursplus.

Deutsche Telekom: Milliarden-Deal abgeschlossen

Seit etwa einem Jahr pendelt die Aktie der Deutschen Telekom inzwischen im Seitwärtstrend zwischen 14,70 und 17,50 Euro. Im schwachen Marktumfeld hat sich der DAX-Titel zuletzt wieder der unteren Begrenzung des Korridors angenähert. Am Freitag gibt es nun aber gute Nachrichten bezüglich eines Milliarden-Deals.

(Mit Material von dpa-AFX)