11.08.2015 Nikolas Kessler

DAX fällt unter die 11.300-Punkte-Marke: BMW, Daimler, VW, Lufthansa, Lending Club, Freenet, Aareal Bank und griechische Banken im Fokus

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DAX
Trendthema

Schlechte Nachrichten für die Exportindustrie haben den DAX am Dienstag sichtbar belastet. Die Abwertung des Yuan durch Chinas Notenbank schwäche die Wettbewerbsfähigkeit europäischer und amerikanischer Firmen auf dem wichtigen chinesischen Markt, schrieb Analyst Andreas Paciorek vom Broker CMC Markets. Zudem gingen die vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) ermittelten Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten überraschend zurück. In der Folge hat der deutsche Leitindex die Marke von 11.300 Punkten unterschritten und ist mit einem Abschlag von gut 2,7 Prozent bei 11.293 Punkten aus dem Handel gegangen. Die übrigen deutschen Indizes schwächelten ebenfalls: Der MDAX der mittelgroßen Werte verlor zwei Prozent auf 20.834 Punkte und der Technologiewerte-Index TecDAX sank um 1,4 Prozent auf 1.758 Punkte.

Autobauer Daimler, BMW und VW unter Druck – schwache Zulassungszahlen aus China!

Sorgen um das wichtige China-Geschäft haben am Dienstag die Aktien von Autobauern einmal mehr belastet. In der Volksrepublik war der Pkw-Absatz im Juli um 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesunken, wie der Branchenverband CPCA mitteilte. Das spricht laut einem Händler zwar nicht für einen Kollaps des chinesischen Automarktes, sei aber eine weitere Bestätigung für eine langsamere Entwicklung.

Lufthansa fliegt an DAX-Spitze – mehr Passagiere im Juli

Fallende Ticketpreise und ein größeres Flugangebot haben der Lufthansa im Juli einen stärkeren Zulauf an Passagieren beschert. Im Frachtgeschäft ist die Entwicklung dagegen nach wie vor rückläufig. An der Börse kommt die Nachricht trotzdem an – in schwachen Gesamtmarkt ist die Airline-Aktie an die DAX-Spitze geflogen.

1.500-Prozent-Chance: Lending Club mit Kaufsignal

Nach den sehr starken Zahlen der letzten Woche, sieht es nun auch aus charttechnischer Sicht besser für die Lending-Club-Aktie aus. Die größte Peer-to-Peer-Plattform in den USA hat in den letzten Tagen fast zehn Prozent zulegen können. Die Aktie konnte sich vom Jahrestief etwas absetzen.

Sirtaki an Athens Börse - Riesenchance bei National Bank of Greece, Alpha Bank & Co?

Die griechische Börse findet nach den dramatischen Kursverlusten infolge der Handelsaufnahme am 3. August langsam wieder zur Normalität zurück. In der Zwischenzeit ist der Leitindex von seinem Tief sogar schon wieder um zehn Prozent gestiegen. Vier Handelstage in Folge geht es jetzt schon nach oben. Im Mittelpunkt stehen die griechischen Bank-Aktie: National Bank of Greece, Alpha Bank und Piräus Bank. Deren Papiere sind nur noch ein Bruchteil von dem wert, was sie zu Spitzenzeiten auf die Börsenwaage brachten.

Dividendenperle Freenet stürzt ab: An diesen Marken sammeln Anleger die Aktie ein!

 Das TecDAX-Unternehmen Freenet hat am vergangenen Donnerstag seine Zahlen zum zweiten Quartal veröffentlicht. Nachdem die Aktie kurz danach auf ein neues Rekordhoch bei 33,11 Euro gesprungen war, befindet sich das Papier weiter auf dem Rückzug.

Aareal Bank: Talfahrt trotz Rekordergebnis – das steckt hinter den Zahlen

Die Aareal Bank ist am Dienstag stark unter Druck geraten und notiert am Ende des MDAX. Grund dafür war das sehr schwache Marktumfeld und die Quartalszahlen. Zwar lagen die Zahlen im Rahmen der Erwartungen der Analysten, doch das Neugeschäft enttäuschte.

(Mit Material von dpa-AFX)

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Bekannt wurde er mit Langfriststrategien. Doch in seinem neuen Buch widmet sich Börsenexperte Thomas Gebert nun Kurzfriststrategien: Wie bekommt man die kurzfristigen Bewegungen der Aktienkurse in den Griff? Der Schlüssel liegt einerseits in einer speziellen Deutung der Candlestick-Charts, mit denen sich relative Stimmungsextreme diagnostizieren lassen, und andererseits in einem bestimmten Rhythmus, in dem die Kurse schwingen. Die Kombination, auf den emotionalen Umschwung zu warten und ihn zum richtigen Zeitpunkt zu erkennen, macht es möglich, die unmittelbare Richtung des DAX einzuschätzen. Gebert erklärt zudem, wie er zu seiner überaus treffsicheren 2-Wochen-Prognose in seinem beliebten „GebertBrief“ kommt.

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