14.10.2015 Nikolas Kessler

DAX fällt unter 10.000-Punkte-Marke: Vonovia, Deutsche Wohnen, Nordex, Volkswagen, BASF, Klöckner, Salzgitter, ThyssenKrupp, Altria, K+S und Evonik im Fokus

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Trendthema

Anhaltende Sorgen um Chinas Wirtschaft und enttäuschende Geschäfte deutscher Konzerne haben den Frankfurter Aktienmarkt am Mittwoch weiter nach unten gedrückt. Kurzfristig fiel der DAX sogar unter die Marke von 9.900 Punkten. Zur Mitte des Handelstages notiert das Börsenbarometer knapp ein Prozent tiefer bei 9.927 Punkten.

Die Erzeugerpreise in China waren im September erneut kräftig gefallen, was die Sorgen um die Konjunktur der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt noch steigen ließ. In Folge dessen überwogen an den asiatischen Börsen fast überall die Kursverluste.

Als Belastung hinzu kamen weitere schlechte Nachrichten aus der Quartalsberichtssaison in Deutschland: Nach den Kurseinbrüchen von Leoni und Aixtron am Dienstag folgten am Mittwoch Kursstürze bei dem Medizin- und Sicherheitstechnik-Hersteller Drägerwerk sowie bei dem Software-Hersteller Software AG

Mega-Fusion im Immobiliensektor - Nummer 1 will Nummer 2 kaufen!

Im deutschen Immobiliensektor bahnt sich eine Megafusion an: Die Nummer 1 der Branche, Vonovia, will den zweitgrößten Anbieter, Deutsche Wohnen, für knapp neun Milliarden Euro übernehmen. Dadurch will der Essener Konzern die Übernahme von LEG Immobilien durch die Deutsche Wohnen AG verhindern. Ferner würde Vonovia, seit September erst im DAX gelistet, zum unangefochtenen Branchenführer in Deutschland aufsteigen.

Nordex-Aktie: Anleger aufgepasst!

Die Nordex-Aktie hat seit Jahresbeginn knackige 78 Prozent zugelegt. Zum Vergleich: Der DAX schleppt sich mit einem Plus von nur 2,3 Prozent in Richtung der letzten sechs Wochen des Jahres. Wie Nordex auf die letzte Jahresetappe gehen wird, zeigt sich am 12. November. Dann nämlich hat Nordex Analysten und Investoren zum Capital Markets Day nach Frankfurt eingeladen.

Volkswagen-Konzern setzt den Rotstift an – neue Antriebe und Digitalisierung stehen im Focus – was macht die Aktie?

Volkswagen kürzt angesichts des Abgas-Skandals massiv die Investitionen in die Kernmarke VW. Wegen der hohen Kosten für die Aufarbeitung des Diesel-Skandals werde bei VW pro Jahr eine Milliarde Euro weniger als bisher geplant ausgegeben. Das Sparprogramm werde beschleunigt, teilte VW am Dienstag in Wolfsburg mit. Außerdem solle die Diesel-Strategie neu ausgerichtet werden.

BASF: Für die UBS kein Kauf, für die Citigroup ein Top-Pick

Die Experten der beiden Großbanken UBS und Citigroup haben den gesamten Chemiesektor und dabei natürlich auch die Papiere des Branchenprimus BASF erneut näher unter die Lupe genommen. Während die UBS für die DAX-Titel skeptischer geworden ist, bleiben die Citigroup-Analysten zuversichtlich.

Klöckner & Co, Salzgitter und ThyssenKrupp: Stahlwerte im Analysten-Check

In der vergangenen Handelswoche haben sich die Stahlwerte von ihren Jahrestiefs gelöst. In den kommenden Tagen wird sich zeigen, ob sich die Erholung als nachhaltig erweist oder es sich doch nur um ein Strohfeuer gehandelt hat. Welche Werte Anleger favorisieren sollten, erkärt ein Analyst aus dem Hause der Privatbank Berenberg.

Beste Aktie der Welt: 15.000 Prozent sind nicht genug

Zigaretten? Sind doch out. Es raucht doch kaum noch jemand. Stimmt nicht! Der US-Tabakgigant Altria fährt jedes Jahr hohe Gewinne ein. Nun hat die Aktie ein charttechnisches Kaufsignal geliefert. Am Mega-Coup in der Brauereibranche verdient Altria kräftig mit.

K+S: Das tut richtig weh

Im frühen Handel notieren bereits einige DAX-Titel leicht im Minus. Bei den Papieren des Düngemittel- und Salzherstellers K+S beläuft sich der Kursrückgang hingegen bereits auf mehr als zwei Prozent. Der Grund hierfür dürfte vor allem ein deutlich negativer Analystenkommentar aus dem Hause der Großbank UBS sein.

Real-Depot-Wert Evonik: Trendwende beim Analystenliebling

Nach einer mehrwöchigen Talfahrt startete die Aktie von Evonik zuletzt eine Trendwende. Die Gegenbewegung ist im schwachen Gesamtmarktumfeld zwar etwas ins Stocken geraten, ist allerdings noch intakt. Unterstützung gibt es von Seiten der Analysten.

(Mit Material von dpa-AFX)