01.09.2015 Nikolas Kessler

DAX erobert 10.000-Punkte-Marke zurück: RWE, Zalando, Dürr, Commerzbank, Royal Dutch Shell, JinkoSolar, Scout24 und Daimler im Fokus

-%
TecDAX
Trendthema

Der DAX hat den September so begonnen, wie er den August beendet hat - mit klaren Verlusten. Dafür sorgten anhaltende Befürchtungen um die chinesische Wirtschaft und der festere Euro. Diese Faktoren ließen den deutschen Leitindex am Dienstag wieder zwischenzeitlich unter die psychologisch wichtige Marke von 10.000 Punkten fallen. 


Im späten Handel erholte sich das Barometer etwas und gab am Ende um 2,38 Prozent auf 10.015 Punkte nach. Den August hatte der DAX mit dem stärksten Monatsverlust seit 2011 beendet.  Für den MDAX als Index mittelgroßer Werte ging es am Dienstag um 1,96 Prozent auf 19.291 Punkte nach unten. Der Technologiewerte-Index TecDAX büßte 2,54 Prozent auf 1.663 Punkte ein.

RWE fliegt aus dem Euro Stoxx: Wer folgt nach?

Die neue Zusammensetzung des europäischen Aktienindex Eurostoxx 50 ist aus deutscher Sicht mit zwiespältigen Gefühlen verbunden. Für den Versorger RWE rückt wie von Experten erwartet der Krankenhauskonzern Fresenius in das bekannteste Standardwerte-Barometer der Eurozone, wie der Indexanbieter Stoxx am Montagabend bekanntgab. Umgesetzt werden die Änderungen zum 21. September.

Zalando stemmt sich gegen den Abwärtstrend– RBC startet mit "Outperform"

Dank eines positiven Analystenkommentars entwickelt sich die Zalando-Aktie am Dienstag besser als der sehr schwache Gesamtmarkt. Trotz eines Abschlags von knapp einem Prozent gehört das Papier des Online-Modehändlers zu den Favoriten im MDAX.

Dürr nach dem China-Schock: "Talfahrt übertrieben!"

Sorgen um das Wachstum in China haben Dürr in den vergangenen Wochen kräftig unter Druck gesetzt. Mit rund 900 Millionen Euro erzielt der MDAX-Titel ein Drittel seiner Umsätze in China. Der jüngste Kurssturz bietet risikobewussten Anleger aber eine interessante Einstiegsgelegenheit.

Deutsche Bank: Commerzbank-Aktie ist ein Kauf

Chinas Probleme zwingen den DAX am Dienstag in die Knie. Vor allem Bank-Aktien leiden. Eine positive Studie der Deutschen Bank zum Konkurrenten Commerzbank lässt die Anleger kalt.

Royal Dutch Shell: Für HSBC jetzt ein Kauf

Die Experten der britischen Großbank HSBC haben die Aktie von Royal Dutch Shell im Zuge des jüngsten Rückgangs noch einmal genau unter die Lupe genommen. Ergebnis: Zwar wurde das Kursziel von 2050 auf 1900 Pence gesenkt, die Anteilscheine des britisch-niederländischen Energieriesen aber von "Hold" auf "Buy" hochgestuft.

JinkoSolar: Aktie günstig wie nie – jetzt zugreifen?

Erst dramatische Verluste trotz sehr guter Ergebnisse, dann eine scharfe Erholung um fast 50 Prozent. Die Aktie von JinkoSolar hat im wahrsten Wortsinn bewegende Wochen hinter sich - und auch noch vor sich, denn die starken Schwankungen werden sich fortsetzen. Bleibt die Frage, in welche Richtung sich die Aktie des Solarkonzerns entwickeln wird, die derzeit so günstig bewertet ist wie noch nie.

Scout 24 nimmt zweiten Anlauf - IPO in Kürze?

Im zweiten Anlauf soll es nun klappen: Der Internetportalbetreiber Scout24 steht nach einem Bericht des "Handelsblatt" (Dienstagausgabe) offenbar kurz vor einem Börsengang. Trotz der zuletzt heftigen Schwankungen an den Weltbörsen werde das Unternehmen in wenigen Tagen Details mitteilen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Bankkreise.

Daimler: Kaufen, unbedingt kaufen, sagt ein Analyst

Holger Schmidt, Analyst der Investmentbank Equinet, hofft auf einen Einstieg eines chinesischen Staatskonzerns bei Daimler und bleibt deshalb bei seinem Rat, "Buy" die Aktie des deutschen Fahrzeugkonzerns. Doch so einfach ist die Lage nicht.

(Mit Material von dpa-AFX)

Buchtipp: Kurzfriststrategien für Anleger

Bekannt wurde er mit Langfriststrategien. Doch in seinem neuen Buch widmet sich Börsenexperte Thomas Gebert nun Kurzfriststrategien: Wie bekommt man die kurzfristigen Bewegungen der Aktienkurse in den Griff? Der Schlüssel liegt einerseits in einer speziellen Deutung der Candlestick-Charts, mit denen sich relative Stimmungsextreme diagnostizieren lassen, und andererseits in einem bestimmten Rhythmus, in dem die Kurse schwingen. Die Kombination, auf den emotionalen Umschwung zu warten und ihn zum richtigen Zeitpunkt zu erkennen, macht es möglich, die unmittelbare Richtung des DAX einzuschätzen. Gebert erklärt zudem, wie er zu seiner überaus treffsicheren 2-Wochen-Prognose in seinem beliebten „GebertBrief“ kommt.

Autoren: Gebert, Thomas
Seitenanzahl: 272
Erscheinungstermin: 05.12.2019
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-655-4