21.08.2019 Marion Schlegel

Aurora Cannabis, Tilray & Co: Das tut sich in Deutschland

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Aurora Cannabis
Trendthema

Der deutsche Markt für medizinisches Cannabis gilt unter den kanadischen Cannabisproduzenten als hochinteressant. Derzeit muss der komplette Bedarf importiert werden. Erst Ende kommenden Jahres ist mit der ersten Ernte aus deutscher Produktion zu rechnen. Aber auch hier haben die Kanadier ihre Hände im Spiel.

Tilray (WKN: A2JQSC)

Die deutsche Tochter von Aurora Cannabis hat in diesem Jahr im Rahmen einer Ausschreibung des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) den Zuschlag für fünf Lose für die Produktion erhalten. Derzeit ist Aurora dabei, eine entsprechende Anlage in Leuna mit einer Fläche von 10.000 Quadratmetern zu errichten. Die erste Ernte wird für Ende Oktober 2020 erwartet. Gemäß den Ausschreibungsbedingungen wird Aurora für vier Jahre jeweils 1.000 Kilogramm Cannabis liefern.

Am europäischen Markt ist auch ein US-Unternehmen gut positioniert: Tilray. Wie das Unternehmen am heutigen Mittwoch mitgeteilt hat, hat man einen weiteren Fortschritt erzielt. Das Unternehmen unterzeichnete Cannamedical Pharma GmbH eine Vereinbarung über die erste Exportlieferung von medizinischem Cannabis von Portugal nach Deutschland. Das Abkommen ist ein wichtiger Meilenstein für Tilray, da der EU-Campus die internationale Exportleistung bis zur zweiten Hälfte des Jahres 2019 erhöht, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.

Cannamedical Pharma wurde 2016 gegründet und war eines der ersten Unternehmen in Deutschland, das sich auf den Import und Vertrieb von medizinischem Cannabis nach Deutschland spezialisiert hat. Das Unternehmen verfügt über ein GDP-Zertifikat (Good Distribution Practice) und ist mit rund 50 Mitarbeitern in Köln tätig.

Aurora Cannabis (WKN: A12GS7)

Derzeit sind die Aktien im Cannabis-Sektor deutlich angeschlagen. DER AKTIONÄR rechnet aber spätestens im Herbst mit einem deutlich freundlicheren Umfeld. DER AKTIONÄR würde aber Aurora Cannabis ganz klar der Aktie von Tilray vorziehen. Anleger setzen ein Stop-Buy-Limit für Aurora bei 6,70 Euro.