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01.08.2019 Fabian Strebin

Deutsche Bank: Neue Entwicklung beim Konzernumbau

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Deutsche Bank

Im Rahmen des aktuellen Konzernumbaus prüft die Deutsche Bank auch ihre Struktur und Organisation. Im Gespräch ist dabei die Wiedereingliederung des bisher eigenständigen deutschen Privatkundengeschäfts  in die Muttergesellschaft . Laut Handelsblatt sagten mehrere mit dem Sachverhalt vertraute Personen, dass das die Chance böte, die Sparte effizienter und weniger komplex aufzustellen. Von der Deutschen Bank gab es dazu keinen Kommentar.

Seit Jahren schon wird das deutsche Privatkundengeschäft als eigene Aktiengesellschaft geführt. Erst letztes Jahr wurde die Postbank integriert und die neue Sparte DB Privat- und Firmenkundenbank AG getauft. Die Konstruktion ist aufwendig und führt zu Doppelstrukturen. Die DB Privat- und Firmenkundenbank hat einen eigenen Vorstand und Aufsichtsrat. Nur das deutsche Privatkundengeschäft ist auf diese Art ausgegliedert. Das internationale Privatkundengeschäft und das Wealth-Management zählen zwar auch zur Privatkundensparte, sind aber direkt im Konzern aufgehängt.

Mehr Freiheiten beim Umbau

Würde die AG für Deutschland aufgelöst, würde das die Neuausrichtung der Privatkundensparte deutlich vereinfachen. Das sieht auch der Vorstand so. In einem Brief schrieb Vorstandschef Christian Sewing, die Bank müsse „noch intensiver an der Reduktion der Komplexität des Bereichs arbeiten. Wir sind immer noch erheblich komplexer als die meisten unserer Mitbewerber.“

Aufsicht redet mit

Schon länger gibt es Gedankenspiele über die richtige Struktur im Privatkundengeschäft bei der Deutschen Bank. Doch auch die Aufsicht redet bei der richtigen Organisationsstruktur mit. Die separate Rechtseinheit der deutschen Gesellschaft diente bisher als Schutzschild des deutschen Privatkundengeschäftes vor den Risiken aus der Investmentbanking-Sparte. Allerdings schrumpft die Deutsche Bank im Rahmen des Umbaus gerade diesen Bereich.

Deshalb erwarten einige Manager, dass die Aufsicht nichts gegen die geplanten Umbauarbeiten hat. Zwar liegt der Fokus dessen auf dem Investmentbanking, aber auch die Privatkundensparte muss deutlich effizienter werden. Zuletzt wurde, die Restrukturierungskosten herausgerechnet, eine Rendite von Sieben Prozent erzielt. Bis 2022 sollen es zwölf Prozent sein. Das ist ambitioniert. Ob es zu schaffen ist, muss sich zeigen.
DER AKTIONÄR verharrt bei der Deutsche-Bank-Aktie weiter an der Seitenlinie.

Deutsche Bank (WKN: 514000)