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09.09.2019 Fabian Strebin

Deutsche Bank baut Firmenkundengeschäft um – Aktie steigt

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Deutsche Bank

Die Deutsche Bank ordnet knapp acht Wochen nach der Bekanntgabe der neuen Strategie ihr deutsches Firmenkundengeschäft neu. Der Vertrieb wird verkleinert und die Kannibalisierung zwischen den Marken Deutsche Bank und Postbank soll beendet werden. Derweil zieht die Aktie an.

Am 1. Oktober übernimmt Stefan Bender die deutsche Unternehmensbank. Er war bislang für das Mittelstandsgeschäft zuständig und hat sich gegen seinen Postbank-Kollegen Ralph Müller durchgesetzt, wie das Handelsblatt berichtet. 

„Ein Preiswettbewerb zwischen den Marken darf es in Zukunft nicht mehr geben. Preise und Dienstleistungen werden wir aufeinander abstimmen“, so Bender im Handelsblatt. In der neuen Sparte Unternehmensbank ist die ehemalige Transaktionsbank mit den Firmenkunden neu zusammengefasst worden. Dabei werden große Unternehmen ebenso wie mittelgroße und kleinere Firmen betreut. Für letztere waren früher die Privatkundensparten von Deutscher und Postbank zuständig.

Keine Massenentlassungen geplant

Grundsätzlich will der Konzern bei der Integration der Postbank weiter Tempo machen. In der Vergangenheit gab es oft Probleme wegen der verschiedenen Mentalitäten. Größere Entlassungen bei der Postbank sieht Bender allerdings nicht. „Die Dopplungen, die es bisher gab, sind nicht so groß, sodass wir mit keinem nennenswerten Stellenabbau in den Produkt- und Vertriebsfunktionen rechnen. Wir wollen in erster Linie wachsen.“

Die Deutsche Bank setzt große Hoffnungen auf die Sparte. Doch Deutschland steht kurz vor einer Rezession. Das könnte die Pläne zunichte machen. Eine sinkende Kreditvergabe und steigende Kreditausfälle könnten auf die Marge drücken.

Langfristig orientierte Anleger sollten einen Bogen um die Deutsche Bank machen. Die Risiken sind derzeit unkalkulierbar. Kurzfristig können Trader aber auf weiter steigende Kurse setzen. Die Aktie hat erst den Abwärtstrend verlassen und bei 7,21 Euro die 200-Tage-Linie nach oben durchbrochen. Damit wurde ein Kaufsignal ausgelöst. Auf kurze Sicht könnte von der Einführung eines Staffelzinses für Bankeinlagen bei der EZB weiterer Rückenwind kommen. Am Donnerstag fällt die Entscheidung.


Deutsche Bank (WKN: 514000)

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