23.09.2016 Werner Sperber

Platow: Jetzt auf den Einbruch von Adidas setzen

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Adidas
Trendthema

Platow Derivate erinnert an die Probleme von Adidas etwa mit der Sparte Golf oder dem Geschäft in Russland. Deshalb sank der Aktienkurs im Jahr 2014, als die DFB-Senioren Fußball-Weltmeister geworden sind. Im Jahr 2015 erholte sich die Notierung und im bisherigen Jahresverlauf 2016 entwickelte sich der Kurs mit sehr weitem Abstand am besten unter den DAX-Konzernen. Deshalb stieg das Sportartikel-Unternehmen in den Index EuroStoxx 50 auf. Ein solcher Aufstieg bedeutet oft einen zumindest zwischenzeitlichen Wendepunkt für die Notierung der Aktie. Das könnte auch bei Adidas so sein, obwohl die jüngsten Zahlen wie auch die weiteren Geschäftschancen gut waren beziehungsweise sind.

Allerdings ist die Aktie nun sehr hoch bewertet und Anleger könnten Gewinne mitnehmen wollen. Die Dividendenrendite ist im Vergleich zum Durchschnitt der DAX-Unternehmen eher zu vernachlässigen. Das KGV für das nächste Jahr beträgt 27 und auch für das Jahr 2018 noch hohe 22. Die Analysten von Warburg Research schreiben, Adidas wird im Vergleich zum Weltmarktführer Nike mit einem Bewertungs-Aufschlag von 30 Prozent bezahlt – obwohl Nike eine deutlich höhere Gewinnspanne erwirtschaftet. Im Schnitt geben die Analysten das Kursziel für Adidas mit gut 140 Euro an. Dennoch ist der Aufwärtstrend gültig, was es schwierig macht, den bestmöglichen Einstiegspunkt für eine Spekulation auf sinkende Kurse festzulegen. Charttechnisch mehren sich die Zeichen für eine deutliche Überhitzung beziehungsweise für eine schwindende Kraft für weiter deutlich anziehende Notierungen.

Die Verantwortlichen für das Muster-Portfolio von Platow Derivate spekulieren zumindest auf einen Abwärtsschub in Richtung 132 Euro – nachdem die derzeitige Kurserholung beendet wird. Deshalb haben sie das endlos laufende Short-Zertifikat (WKN GL94XG) von Goldman Sachs auf Adidas eingebucht und bei 1,65 Euro abgesichert, was einem Aktienkurs von etwa 160 Euro entspräche. Der Schein ist mit einem Basispreis bei 176,75 Euro, einer Totalverlust-Schwelle bei 164,60 Euro und einem Hebel von derzeit 6,9 ausgestattet.