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28.09.2020 Adam Maliszewski

HelloFresh läuft und läuft – neues Mega-Kursziel!

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HelloFresh

In Zeiten erhöhter Corona-Infektionszahlen wachsen die Sorgen. Dennoch greifen Anleger wieder bei Papieren der vermeintlichen Gewinner der Pandemie zu. Die Aktien von Online-Händlern und Lieferdiensten starten deutlich freundlicher in die neue Handelswoche. Zu den bevorzugten Kandidaten mit Kursgewinnen gehört die Aktie von HelloFresh. Das Papier probiert den Ausbruch über den kurzfristigen Widerstand bei 46 Euro. Wie weit kann es hier gehen?

Die Aktie des Kochboxenanbieters HelloFresh hat im September zum großen Turnaround angesetzt. Nach Notierungen um die Unterstützungszone bei etwa 38 Euro, kann der Titel deutlich hinzugewinnen. Wegen der vielen positiven Meinungen der Analysten und der überzeugenden Fortschritte bei der Erstellung der neuen Fertigungs- und Logistikhallen in den USA (Großraum Dallas), die weiteres und vor allem nachhaltiges Wachstum ermöglichen werden, springen die HelloFresh-Papiere an. Das Bankhaus Berenberg hat gleichfalls mit seiner aktualisierten Studie das Kursziel bestätigt und die Kaufempfehlung erneuert.

HelloFresh (WKN: A16140)

In den USA betreibe HelloFresh mit dem Launch seines EveryPlate-Angebots nicht nur eine massive Kampagne - man könnte damit das Wachstumsziel 2020 für den lokalen Markt von 30 Prozent locker sicherstellen- über die Breite gerechnet gehen die Berenberg-Analysten von einer Wachstumsrate von 50 Prozent aus. Bislang hatte HelloFresh in eigenem Zahlenwerk aus dem August einen US-Kundenbestand von zwei Millionen Haushalten vermeldet. Demnach könnte auf Jahressicht eine weitere Million dazukommen.

HelloFresh könnte nach Umsatz betrachtet in den nächsten zwei Jahren jeweils um 25 bis 30 Prozent wachsen, so die Berenberg-Analysten. Für das laufende Jahr rechnen sie dabei mit einem Ergebnis je Aktie von 1,59 Euro. Dabei sehen sie einen wesentlichen Ansatz bei der Bewertung des Geschäftsmodells der Berliner – im Gegensatz zu den Analystenkollegen bei anderen Bankhäusern. Berenberg stuft HelloFresh als ein E-Commerce-Unternehmen ein, dass genau wie Zalando beispielsweise von wiederkehrenden Bestellungen des Kunden profitiert. Selbst nach einer Phase der Inaktivität kehre der typische HelloFresh-Besteller wieder zurück. Dabei verfolge HelloFresh natürlich das Ziel, die Intervalle der Kundenbestellungen (aktuell bei drei bis vier Wochen) zu verkürzen.

Das Berenberg-Analystenteam hat das Kursziel für die HelloFresh-Aktie von 65 Euro erneut bestätigt, auch wenn die Effekte der gegenwärtigen Corona-Pandemie schwer einschätzbar sind. Die Bank stuft den Online-Markt für Essenslieferungen, der gerade mal zwei Prozent des globalen Essens- und Lebensmittelmarktes ausmacht, als den größten Wachstumstreiber für das Berliner Unternehmen ein.

Die Corona-Entwicklungen begünstigen HelloFresh; für Trader lohnt sich ein Einstieg, es sollte allerdings mit Stopps gearbeitet werden. Mittelfristig orientierte Anleger beobachten die weitere Entwicklung und warten das Zahlenwerk für Q3 (Veröffentlichung für den 3. November) ab.

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.