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02.10.2020 Adam Maliszewski

HelloFresh: Keine kurzfristige Erscheinung – Geschäft brummt!

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HelloFresh

Der Trend bei den Verbrauchern zu mehr Bestellungen bei Essenslieferdiensten und dem Onlinekauf von Lebensmitteln ist ungebrochen. Der deutsche Lebensmittelmarkt befindet sich dementsprechend in einem grundlegenden Wandel. Die etwaigen Sorgen und Vorbehalte bezüglich der Frische und der Qualität der gelieferten Produkte seien geschwunden, so die Ergebnisse einer Studie des Instituts für Handelsforschung, IFH (Köln). Die stark wachsenden Anbieter in diesem Markt können also mit einem nachhaltigen Trend rechnen und ihr Geschäft ausbauen. Zum klaren Gewinner der Entwicklung gehört auch der Berliner Kochboxenanbieter HelloFresh.

„Die Unsicherheit durch die Corona-Pandemie hat dabei geholfen, die bisherigen Hürden beim Onlinekauf von Lebensmitteln bei neuen Zielgruppen abzubauen“, sagte Eva Stüber vom IFH der Deutschen Presse-Agentur.

Die gestiegene Nachfrage belegen auch die Zahlen des Online-Handels: Nach Angaben des E-Commerce Branchenverbandes bevh legten die Umsätze im Internethandel mit Lebensmitteln im zweiten Quartal kräftig zu und erreichten 772 Millionen Euro - das sind 89,4 Prozent über dem Vorjahresniveau. Der Verkauf von Drogerie-Artikel stieg um 44,6 Prozent auf 715 Millionen Euro. 

Die in der Studie befragten Händler und Anbieter sind extrem positiv für die Zukunft und sehen ein Riesenpotential. Zwar verlaufe das Wachstum der Online-Dienste laut Erhebungen auf niedrigem Niveau: Gerade einmal 15 Prozent der befragten Verbraucher gaben an, sich Lebensmittel über einen Online-Händler zu besorgen, doch es gibt ein deutliches Umdenken auf breiter Front. Die Studie zeigte aber auch, dass vor allem Familien zuletzt Lieferdienste mehr nutzten. Im August gaben 31 Prozent der Mehrpersonenhaushalte mit Kindern an, Lebensmittel online zu bestellen. Im September 2019 waren es noch 19 Prozent.

HelloFresh (WKN: A16140)

Von dem Schwung bei den Kunden hin zu mehr Online-Essensbestellung profitiert nachhaltig auch HelloFresh. Das Modell dem Verbraucher einen einfachen Zugang zu Speisen mit der Lieferung von Rezepten und Zutaten zu erleichtern, boomt und verspricht auch ohne Corona höchste Tragfährigkeit. Die vorbereiteten Boxen bescheren Wachstumsraten von nahezu 100 Prozent, so sind die Berliner ein Musterknabe und können in Punkto Ertragsentwicklung einiges vorweisen. Das Unternehmen will am 3. November die Zahlen zum dritten Quartal bekanntgeben. 

Wegen der guten Aussichten hat auch die Deutsche Bank das Kursziel für HelloFresh von 61 auf 63 Euro angehoben und die Einstufung auf „Buy“ belassen. Der Umsatz des Kochboxenversenders sei im zweiten Quartal um 122 Prozent gestiegen und dürfte sich auch im dritten Jahresviertel mehr als verdoppeln, schrieb Analystin Nizla Naizer in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. Die Profitabilität könnte sich im laufenden Jahr im Vergleich zu 2019 sogar vervierfachen.

Die höhere Akzeptanz für den Onlinekauf bei Lebensmitteln macht den Kochboxenanbieter HelloFresh attraktiv; für Trader lohnt sich ein Einstieg, es sollte allerdings mit Stopps gearbeitet werden. 

(Mit Material von dpa-AFX)